Wenn die Verdauung streikt
Wenn Sex krank macht
Kein Kinderspiel
Ich hab den Blues
Medizin mit Augenmaß
Kampf dem Heuschnupfen
Muskelkater
Volkskrankheit: Asthma - Gut geschulteAsthmatiker leben besser.
Ruhe auf der Sonnenliege
Gesund auf Reisen
Nervosität
Die Schilddrüse
Rund um die Hand
Vom Harnwegsinfekt zur...
Heuschnupfen
Ruhe! Bitte!
Mahlzeit! Gesundheit!
Auf zum Glück
Schleudertrauma
Entzündete Bindehaut
Haare lassen
Gestörter Schlaf
Wenn Harn ungewollt fließt
Baby unterwegs
Nahrungsmittelunverträglichkeiten
Potenzstörungen
Gestresste Eltern
Fußpilz
Blutspenden
Solarium
Mobile Strahlen + Information im Überfluss
Warzen
Zecken
Augenlaseroperation
Darmkrebsvorsorge
Leben im Biorhythmus
Vorfall: Bandscheibe
Trochene Haut
Blinddarmentzündung
Herzrhythmusstörungen
Hallux Valgus
Brustkrebs
Blutdruck
Altersakne
Schwerhörigkeit
Trockene Augen
Plötzlicher Kindstod
Migräne
Vorsorge NEU
Schnarchen
Schlaflabor
Blasenentzündung
Diabetes
Heilfasten
Kinder impfen
burn-out
Empfängnis natürlich regeln
Raucherlunge - COPD
Homöopathie
Vorsorge: Gebärmutterhalskrebs
Behandlung von Kurz- oder Weitsichtigkeit mittels Laser-Operation
Krampfadern
Akupunktur
Vegetarier
Wetterfühligkeit
Wenn die Niere versagt!
Kinderlos glücklich?
Grüner Star
Grauer Star
Frau und Herz
Morbus Crohn & Colitis ulcerosa
Osteoporose
Normales Leben trotz Epilepsie
Im Kampf gegen das Fett
Hat mein Kind schon Sex?
Psychosomatik
Hormone - Botenstoffe für die Schönheit und gegen das Altern?


 Wenn die Verdauung streikt
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Hören Sie auf ihren Darm!

Der Darm entscheidet wesentlich darüber, ob wir gesund sind und bleiben oder eben nicht. Doch oft wird ihm zu spät Beachtung geschenkt: Nämlich erst, wenn man schon unter Verdauungsstörungen leidet. Am häufigsten sind Durchfall, Blähungen und vor allem Verstopfungen.

Eines vorweg: Verstopfungen sind zwar unangenehm, in den meisten Fällen jedoch nicht gefährlich. „Von funktionellen Verdauungsstörungen dürfte fast ein Drittel aller Personen betroffen sein – Frauen übrigens deutlich häufiger. Allerdings muss davon ausgegangen werden, dass nur 20 Prozent deswegen zum Arzt gehen“, weiß Dr. Alexander Kopf, Facharzt für Innere Medizin am Landeskrankenhaus Hohenems.

Drei Mal ist „normal“.
In Bezug auf den Stuhlgang wird alles, was zwischen drei Mal täglich und drei Mal wöchentlich liegt, seitens der Medizin als „normal“ angesehen. Das ist freilich eine sehr weite Bandbreite, daher rät Kopf: „Wenn die Beschwerden sehr stark, neu oder unbekannt sind, besonders wenn auch Durchfälle im Wechsel mit Verstopfung vorkommen, wenn Schmerzen bestehen und Blutauflagerungen beobachtet werden, sollte man einen Arzt aufsuchen.“

Was hilft?
Will man eine schnelle Entleerung erzielen, so helfen Mini-Einläufe, rektal eingeführte Zäpfchen oder Salzlösungen: Letztere werden vom Darm nicht aufgenommen und führen dadurch zu einer Darmentleerung. Für eine langfristige Behandlung setzt man pflanzliche Quell- und Fasermittel, wie Leinsamen, Weizenkleie und indischer Flohsamen, als Nahrungsbestandteile zu: „Diese können im Darm viel Wasser aufnehmen, führen zu einer vermehrten Darmfüllung und üben dadurch einen Entleerungsreiz aus.“ Wichtig dabei: Man muss reichlich trinken und darf sich keinen Soforteffekt erwarten. Zeigt all das keinen Erfolg, kann man zu Abführmitteln greifen. Gerade dabei hält es Kopf aber für ratsam, sich vom Arzt oder Apotheker beraten zu lassen.

Hausmittel und anderes mehr.
Auch eine milde Bauchdeckenmassage entlang dem Dickdarm kann entkrampfend wirken und somit helfen. Ebenso zeigen über Nacht eingelegte Trockenpflaumen oder Feigen, Sauerkraut oder die tägliche Einnahme eines Esslöffels Lactulose – ein Zucker, der vom Dünndarm nicht aufgenommen wird – gute Wirkung bei Verstopfung. Von medial stark beworbenen prä- und probiotischen Nahrungsmitteln hält Kopf eher wenig: „Diese Milchprodukte kosten meist sehr viel. Ob sie deswegen auch besser sind – falls sie überhaupt wirken –, ist nicht bewiesen. Jedenfalls sollte man aufpassen, nicht in die Werbefalle zu tappen.“ Besser wäre es, wenn man etwa in der Früh, gleich nach dem Aufstehen ein Glas kaltes oder lauwarmes Wasser trinkt. Dadurch könne man den Darm zu einem regelmäßigen Entleerungsreiz erziehen: „Wir müssen lernen, wieder auf unseren Darm hören und seine Signale ernst nehmen.“


„Bei Verdauungsstörungen ist normalerweise eine ballaststoffreiche Kost mit Getreide, Obst und Gemüse ideal. Hingegen sollte man auf „Genussgifte“ wie Kaffee, Nikotin, Alkohol oder Schokolade verzichten. Auch wichtig: regelmäßige Bewegung – schon eine halbe Stunde täglich bringt viel.“
Dr. Alexander Kopf, FA für Innere Medizin

 

Kontaktdaten:

Dr. Alexander Kopf
FA für Innere Medizin
Oberarzt in der Abteilung für Innere Medizin am Landeskrankenhaus Hohenems
Bahnhofstrasse 31
6845 Hohenems
T: 05576 703-2600


Praxis am Kehlerpark
...vereint mehrere medizinische Fachrichtungen unter einem Dach. Neben Dr. Patrick Rein als Facharzt für Urologie ordinieren zwei Internisten, ein Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie zwei Physiotherapeutinnen.

Am Kehlerpark 2, 2. Stock
6850 Dornbirn
Innere Medizin – Dr. Alexander Kopf
T: 5572 398066-20
E: drkopf@praxis-am-kehlerpark.at
H: www.praxis-am-kehlerpark.at

 

Buchtipps:

„Was tun, wenn der Darm streikt? Hilfe bei Verstopfung, Blähungen, Übergewicht. Probiotika sinnvoll einsetzen“ von Anita Frauwallner (Verlag: Kneipp; 1. Auflage, September 2011)

„Magen und Darm natürlich behandeln“ – ein Ratgeber von Nicole Schaenzler und Christoph Koppenwallner (Verlag: GRÄFE UND UNZER Verlag; 2. Auflage, September 2009)

„Verdauung – 99 verblüffende Tatsachen: Endlich Klarheit: Reizdarm – die häufigste Fehldiagnose; Welche Untersuchungen und Therapien wirklich helfen“ von Volker Schmiedel (Verlag: Trias; 1. Auflage, 2008)

„Die Bauchselbstmassage. Der leichte Weg zur optimalen Verdauung und einer guten Figur“ von Maria Köllner (Verlag: Bio Verlag Ritter; 1. Auflage, 2007)

 

Weiterführende Links:

planetwissen: Wenn der Darm streikt
http://www.planet-wissen.de/natur_technik/anatomie_mensch/darm/wenn_der_darm_streikt.jsp

FOCUS Online: „Tabuthema Verdauungsprobleme“ – Ein Artikel von Monika Preuk
http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/verdauung/darm/verdauungsprobleme/blaehungen_aid_11672.html

Mini Med Studium: „Darmflora und Immunsystem – Grundlagen unserer Gesundheit“ – ein Vortrag von OA Dr. Birgit Nagl und OA Dr. Gernot Perz
http://www.minimed.at/index.php?action=9&modul=8&kat=25&thema=915

Mini Med Studium: „Darmflora und Immunsystem: Grundlagen unserer Gesundheit“ – ein Vortrag von Dr. Hildegard Gölles und Mag. Anita Frauwallner
http://www.minimed.at/index.php?action=9&modul=8&kat=25&thema=794

Mini Med Studium: „Das ‚zweite Hirn’ des Menschen: Unser Darm“ von OA Dr. Bahadori
http://www.minimed.at/index.php?action=9&modul=8&kat=25&thema=860
 

 

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 Wenn Sex krank macht
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Schönste Nebensache mit Folgen

Es ist die schönste Nebensache der Welt. Was aber, wenn Sex zur Hauptursache für eine Erkrankung wird? Über Geschlechtskrankheiten undSexuallyTransmittedDiseases. Und: Was man dagegen tun kann und wie man sich davor schützt.

Der Tripper zählt zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten weltweit. Vor allem bei Frauen verläuft die Krankheit oft symptomlos. Manchmal klagen die Betroffenen jedoch über Schmerzen beim Wasserlassen und Ausfluss. Ebenfalls weit verbreitet ist Syphilis, die schmerzlose Schleimhautgeschwüren und Lymphknotenschwellungen zur Folge haben kann, aber auch die Zerstörung des zentralen Nervensystems. Daneben gibt es Ulcus Molle und Lymphogranuloma inguinale, die jedoch – zumindest hierzulande – weniger häufig vorkommen. „Geschlechtskrankheiten werden vorwiegend, aber nicht ausschließlich, durch Geschlechtsverkehr übertragen“, erklärt Dr. Marcus Kadgien, Facharzt für Dermatologie und Venerologie in Lingenau.

HIV, Hepatitis und andere STD.
Neben den Geschlechtskrankheiten gibt es auch SexuallyTransmittedDiseases (STD), also sexuell übertragbare Krankheiten. Teils werden sie durch Bakterien, beispielsweise Chlamydien, teils durch Viren, etwa Hepatitis, Herpes oder HIV, teils durch Parasiten übertragen. Und manchmal handelt es sich um eine Pilzerkrankung. Meist zeigen sich Auswirkungenim Genital- oder Analbereich, mitunter auch im Mund, so Kadgien: „Brennen, Schmerzen, aber auch völlige Schmerzlosigkeit können von Lymphknotenschwellungen, genitalem Ausfluss, üblem Geruch, Rötungen, Bläschen, kleinen Kratern, Warzen und anderem mehrbegleitet werden.“ Treten die Beschwerden nach sexuellem Kontakt – mit einem neuen Sexualpartner oder bei ungeschütztem Verkehr – auf, sollte man einen Arzt aufsuchen.

Gut behandelbar.
Sofern mithilfe von antibiotischen und antiviralen Therapeutika korrekt behandelt, heilen die meisten STD gut aus.Wenngleich heutzutage ein relativ normales Leben mit HIV möglich ist und dank moderner Medikamente der HI-Virus unter die Nachweisgrenze reduziert werden kann: „Die HIV-Positivität, deren Nachweisbarkeit und natürlich die Ansteckungsmöglichkeit für Sexualpartner bleibt bestehen“, betont der Venerologe. 

Schutz geht vor.
Vor allem bei Personen, die häufig den Geschlechtspartner wechseln und zudem auf Schutzmaßnahmen wie Kondome verzichten, besteht die Gefahr, sich mit einer Geschlechtskrankheit oder STD anzustecken. Ebenso sind homosexuelle Männer eher gefährdet. „Aufgrund einer erhöhten Verletzungswahrscheinlichkeit birgt auch Analverkehr ein erhöhtes Risiko.Gleitmittel schützt – übrigens auch bei einer trockenen Scheide“, weiß Kadgien. Bei männlichem Oralverkehr sollte zum Schutz ein Kondom, bei weiblichem ein kleines Latextuch verwendet werden.

 

„Am sichersten ist es, Sex mit potentiell risikobehafteten Personen zu vermeiden. Ansonsten bietet das Kondom einen hohen, wenn auch nicht vollständigen Schutz. Es darf natürlich nie vergessen werden.“
Dr. Marcus Kadgien, FA für Dermatologie und Venerologie

 

Kontaktdaten:

Dr. Marcus Kadgien
FA für Dermatologie und Venerologie
Hof 29
6951 Lingenau
T: 05513 30472-0
E:mail@hautaerzte-lingenau.at
H: www.hautaerzte-lingenau.at

 

Buchtipps:

„Haut- und Geschlechtskrankheiten“ von Enno Christophers und Markward Ständer(Verlag: Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH; 7. Auflage, 2003)

„Probleme im Intimbereich... damit müssen Sie nicht leben!“ Ein Ärztlicher Ratgeber“ von Ines Ehmer(Verlag: Zuckschwerdt; 2. Auflage, Jänner 2008)

„Wenn Sex krank macht: Syphilis, Tripper und Chlamydien auf dem Vormarsch“ vonLina Felicias(Verlag: FastBook Publishing; September 2009)

 

Weiterführende Links:

Krankheiten.at – Das neue Gesundheitsportal: Sexuell übertragbare Krankheiten
http://www.krankheiten.at/sexuell_uebertragbare_krankheiten/th30_index_0.htm

World HealthOrganization (WHO): „Sexuallytransmittedinfections“ – Informationen und Fakten (auf Englisch)
http://www.who.int/topics/sexually_transmitted_infections/en/

Mini Med Studium: „Hepatitis: Mythen und Fakten“ – ein Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Petra Munda
http://minimed.at/index.php?action=9&modul=8&kat=27&thema=514

 

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weiterführende links
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 Kein Kinderspiel
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Röteln: Kleine und große Patienten

Meist stecken sich Kinder mit dem Rötelnvirus an. Manchmal trifft es aber auch Erwachsene. Im Normalfall verläuft die Krankheit harmlos. Allein: Je älter man wird, desto gefährlicher – insbesondere für Schwangere. Schutz bieten Impfung und die Erkrankung selbst.


Es beginnt wie bei einer harmlosen Erkältung mit Kopf- und Gliederschmerzen, Schnupfen, leichtem Fieber, Husten, manchmal geröteten Augen und angeschwollenen, mitunter schmerzenden Lymphknoten. „Ein oder zwei Tage später kommt es zu einem rötlich-fleckigen Ausschlag, der hinter den Ohren beginnt, sich innerhalb kurzer Zeit auf den gesamten Körper ausbreitet und etwa zwei bis drei Tage sichtbar ist“, beschreibt Dr. Maria Lingenhel-König, Fachärztin für Kinder- und Jugendheilkunde, typische Symptome der Infektionskrankheit Röteln. Bei circa 50 Prozent der Infizierten verläuft die Krankheit symptomfrei. Ansteckungsgefahr besteht freilich auch bei ihnen.

Ansteckend.
Übertragen wird der Virus beim Sprechen, Niesen und Husten. Bis die Krankheit ausbricht, vergehen zwei bis drei Wochen. „Allerdings“, räumt die Bregenzer Kinderärztin ein, „ist der Patient eine Woche vor bis zehn Tage nach Auftreten des rötlichen Hautausschlags ansteckend. Solange sollte er auch zuhause bleiben, also Kindergarten oder Schule nicht besuchen.“ Normalerweise ist man nach sieben bis maximal zehn Tagen wieder gesund. Neben fiebersenkenden Medikamenten oder Schmerzmitteln bedarf es keiner besonderen Behandlung. Komplikationen sind selten, nehmen aber mit zunehmendem Alter zu.

Schwanger?
Röteln wird zu den Kinderkrankheiten gezählt. Dennoch erkranken auch Erwachsene an Röteln – für Schwangere kann diese gefährlich sein, betont Lingenhel-König: „Auch wenn die Krankheit für die Frau selbst meist harmlos oder sogar unbemerkt verläuft, kann das Ungeborene schwere gesundheitliche Schäden davontragen.“ Schwangere Frauen, die weder durch Erkrankung – wer einmal Röteln hatte, kann sich nie mehr mit dem Virus anstecken – noch Impfung immun sind, sollten daher den Kontakt mit infizierten Personen, sofern möglich, meiden. Die Blutuntersuchung auf Rötelnantikörper am Beginn einer Schwangerschaft ist übrigens Teil der Schwangerenvorsorge.

Doppelt hält sicher.
Es braucht zwei Impfungen, um wirklich ein Leben lang immun zu sein. „Etwa zwei bis fünf Prozent der nur einmalig Geimpften bilden keine Antikörper gegen die entsprechende Krankheit. Diese sogenannte Impflücke wird mit der zweiten Impfung geschlossen“, erklärt Lingenhel-König. Für eine Eliminierung der Krankheit müssten 97 Prozent der Bevölkerung geimpft sein. „Leider ist dies bisher in Österreich (noch) nicht gelungen, da Impfgegner sich bzw. ihre Kinder nicht impfen lassen. Aber auch weil etwa gerade auf die zweite Impfung vergessen wird.“


„Derzeit läuft gerade eine österreichweite Gratisimpfaktion gegen Masern, Mumps und Röteln für alle Personen bis 45 Jahre. Leider machen zu wenige davon Gebrauch.“
Dr. Maria Lingenhel-König,
FÄ für Kinder- und Jugendheilkunde 

 

Kontaktdaten:

Dr. Maria Lingenhel-Königin
FÄ für Kinder- und Jugendheilkunde
Bergstraße 8
6900 Bregenz
T: 05574 4
2881

 

Buchtipps:

„Gesundheit für Kinder: Kinderkrankheiten verhüten, erkennen, behandeln: Moderne Medizin - Naturheilverfahren - Selbsthilfe - Aktualisierte und überarbeitete Neuauflage“ von Dr. med. Herbert Renz-Polster, Dr. med. Nicole Menche und Dr. med. Arne Schäffler (Verlag: Kösel; Oktober 2010)

„Kinderkrankheiten von A-Z. Das Handbuch: Symptome richtig einschätzen und behandeln. Wo Naturheilverfahren wirken – wann Schulmedizin nötig ist“ von Isabella Schellenberg, Christian Schellenberg, Dagmar Reiche und Nathalie Blanck (Verlag: Hauch Sachbuch; Oktober 2008)

„GU Kompass: Kinderkrankheiten“ von Helmut Keudel (Verlag: Gräfe und Unzer; September 2009)

„Quickfinder Kinderkrankheiten: Der schnellste Weg zur richtigen Behandlung“ von Ursula Keicher (Verlag: Gräfe und Unzer; 3. Auflage, Oktober 2007)

 

Weiterführende Links:

vol.at: „Masernimpfstoff als Ladenhüter“
http://www.vol.at/masernimpfstoff-als-ladenhueter/news-20110912-07560947

mio-medi – Schönheit & Medizin: Röteln
http://www.miomedi.de/babys-kinder/kindergesundheit/kinderkrankheiten/roeteln/roeteln.html

Mini Med Studium: „Die Revolution der Impfstoffe – Viele gute Gründe zum Impfen!“ – ein Vortrag von Prim. Univ.-Doz. Dr. Burkhard Simma und Dr. Bernhard Jochum
http://minimed.at/index.php?action=9&modul=8&kat=27&thema=433

Mini Med Studium: „Impfungen - wann, für wen, wogegen?“ – ein Vortrag von Prim. Dr. Robert Strobl
http://minimed.at/index.php?action=9&modul=8&kat=27&thema=218

Mini Med Studium: „Die Besonderheiten des weiblichen Körpers – Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach“ – ein Vortrag von OÄ Dr. Angela Ramoni und OA Dr. Christian Specht
http://minimed.at/index.php?action=9&modul=8&kat=45&thema=502

 

 

 

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 Ich hab den Blues
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Wenn die Tage kürzer werden...

Der Herbst ist da und die Sonne verbirgt sich nicht selten hinter Nebel oder dichten Wolken. Immer öfter zieht man sich in die eigenen vier Wände zurück. Und während die einen diese Zeit des Rückzugs genießen, klopft bei den anderen der „herbstliche Blues“ an die Tür.Der Herbst ist da und die Sonne verbirgt sich nicht selten hinter Nebel oder dichten Wolken. Immer öfter zieht man sich in die eigenen vier Wände zurück. Und während die einen diese Zeit des Rückzugs genießen, klopft bei den anderen der „herbstliche Blues“ an die Tür.
 

„Erst einmal“, betont Dr. Andreas Gruber, Facharzt für Psychiatrie in Dornbirn, „heißt es in der Fachsprache nicht ‚Herbstblues’, sondern saisonale Depression. Manche Menschen leiden nämlich auch in einer der anderen Jahreszeiten darunter.“ Gewiss treten saisonale Depressionen vermehrt in den eher dunkleren Wochen und Monaten des Jahres auf. Ein Zusammenhang mit einem „Weniger an Licht“ ist somit naheliegend. Umgekehrt weiß man, dass Licht helfen und sich positiv auf Körper und Organismus auswirken kann. So wird etwa in manchen skandinavischen Unternehmen der Tagesablauf in den „dunklen“ Monaten durch Lichtverhältnisse simuliert.

Schlaf und Süßes.
Was aber unterscheidet eine saisonale von einer, wenn man so will, „normalen“ Depression? Laut Gruber sind es vor allem drei Symptome: „Betroffene haben meist ein erhöhtes Schlafbedürfnis. Außerdem essen sie aufgrund eines höheren Kohlenhydrathungers etwa vermehrt Schokolade oder andere Süßigkeiten. Nicht selten nehmen sie auch zu – womöglich als Folge des Hungers auf Kohlenhydrate.“ Hingegen kommt bei einer allgemeinen Depression typischerweise zu Schlafstörungen, Appetitmangel und Gewichtsreduktion. Auch das Fehlen eines Grundes – etwa der Tod des Partners, aber auch finanzielle Nöte – kann auf eine saisonale Depression hindeuten.

Ab zum Hausarzt.
Hat man das Gefühl, unter einer saisonalen Depression zu leiden, gilt: Zuerst zum Hausarzt. Dies habe, so der Dornbirner Psychiater, zwei Gründe: „Erstens kennt der Hausarzt einen – medizinisch und persönlich. Zweitens kann er sofort einen Behandlungsansatz starten.“ Führt die Behandlung jedoch nicht zu einer Besserung, so wird der Hausarzt an den Facharzt überweisen. Neben Antidepressiva können Betroffene zwei, drei Mal am Tag, jeweils 20 bis 30 Minuten, eine Lichtlampe mit über 10.000 Lux verwenden. Allein: Die Beleuchtungsstärke in der Natur beträgt selbst an bedeckten Tagen 10.000 Lux oder mehr. Ein Spaziergang erscheint somit sinnvoller: „Dabei wird der Körper mit Sauerstoff versorgt und der Organismus kommt in Bewegung. Auch das hilft bei saisonalen Depressionen“, unterstreicht Gruber.

Bewegung und Ernährung.
Sowieso zu empfehlen: gesunde und abwechslungsreiche Ernährung. Auch Johanniskraut soll antidepressiv wirken. Ob es allerdings ausreicht, sich einen Tee damit zuzubereiten, muss bezweifelt werden, da dabei die Dosis doch stark variieren kann. Mitunter verschreiben Ärzte aber auch Johanniskrauttabletten. Übrigens können regelmäßige, körperliche Aktivität an der frischen Luft und eine ausgewogene Ernährung auch vorbeugend wirken. Und: „Menschen, die jedes Jahr und immer zur selben Zeit an einer saisonalen Depression leiden, fangen oft schon zwei, drei Wochen davor mit der Einnahme von Medikamenten an“, weiß Gruber.

 

„Der erste Weg führt immer zum Hausarzt. Dieser merkt, wenn es einem schlecht geht. Außerdem kann der Hausarzt selbst und vor allem gleich mit der Behandlung beginnen.“
Dr. Andreas Gruber, FA für Psychiatrie

 

Kontaktdaten:

Dr. Andreas Gruber
FA für Psychiatrie
Kreuzgasse 15
6850 Dornbirn
T: 0650 3640501
E: ordination@drgruber.info
H: www.drgruber.info

 

Selbsthilfegruppe „Depressionen bewältigen“
Treffen: Alle 14 Tage am Montagabend in der Service- und Kontaktstelle der Selbsthilfe Vorarlberg

Selbsthilfe Vorarlberg
Höchster Straße 30
6850 Dornbirn
T: 05572 26374
E: info@selbsthilfe-vorarlberg.at
H: www.selbsthilfe-vorarlberg.at

 

Buchtipps:

„Depressionen verstehen und bewältigen“ von Manfred Wolfersdorf (Verlag: Springer Berlin Heidelberg; 4. Auflage, März 2011)

„Die Seele heilen – Ein Mutmachbuch für Depressive und ihre Angehörigen“ von Sabine Wehner-Zott und Hubertus Himmerich (Verlag: Gräfe und Unzer; 2. Auflage, September 2010)

„Johanniskraut. Wenn die Nerven verrückt spielen – Sanfte Hilfe bei Depression und Niedergeschlagenheit“ von Anita Heßmann-Kosaris (Verlag: Systemed Verlag GmbH; Februar 2009)

 

Weiterführende Links:

deprexis (ein Online-Programm zum Thema Depression):Saisonale Depression
http://www.deprexis.de/de/saisonale-depression

DEPRESSION.AT: Herbst- und Winterdepression
http://www.depression.at/scripts/index.php?content=850&highlighted=98&authenticationid=&iWasAlreadyHere=true

 

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 Medizin mit Augenmaß
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Kleiner Eingriff – große Wirkung

In Bezug auf die Gesundheit spielt das Wohlbefinden eine wesentliche Rolle. Und manche Menschen fühlen sich mit einer Narbe, mit Falten oder abstehenden Ohren eben nicht wohl. Ein kleiner chirurgischer Eingriff kann helfen.

„Zu allererst muss zwischen kurativ chirurgischen Eingriffen und ästhetisch chirurgischen Eingriffen unterschieden werden“, erklärt Dr. René Summesberger, Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde mit einer Vorliebe und vor allem einem Händchen für das Kleinchirurgische. Zu den kurativen Eingriffen gehören unter anderem die Verkleinerung der Nasenmuschel und der Gaumenmandeln bei Kindern oder Drainage des Mittelohres durch eine kleine Trommelfelloperation. „Ich entferne aber auch Tumore, beispielsweise in der Mundrachenschleimhaut“, so Summesberger.

Nicht nur Frauen.
Geht es um die Ästhetik, dann wird häufig zum Laser gegriffen. Damit werden dann Blutschwämmchen, Besenreiser, Couperose, Warzen, unverdächtige Muttermale, Pigment- bzw. Altersflecken und auch Tattoos entfernt. Ein großes Einsatzgebiet des Lasers ist freilich die dauerhafte Haarentfernung. Summesberger dazu: „Die Laserepilation wird vor allem an Beinen, in der Bikinizone, unter den Achseln und im Gesicht vorgenommen. Übrigens nehmen auch immer mehr Männer die Laserepilation in Anspruch, um sich die Haare am Rücken und Bauch entfernen lassen.“

Mimik muss erhalten bleiben.
Der Bludenzer arbeitet nach der Devise „Medizin mit Augenmaß – Ästhetik mit Augenmaß“. Darum ist es ihm auch ein großes Anliegen, dass beispielsweise bei der Faltenbehandlung mit Botox die Mimik erhalten bleibt. Botox ist ein gereinigtes Eiweiß, das zu einer vorübergehenden Muskelentspannung führt, indem es die Übertragung des Nervenimpulses auf den Muskel blockiert. Auch wird Botox bei der Behandlung von übermäßigem Schwitzen eingesetzt. Der Mensch solle sich in seinem Körper wohl fühlen, betont Summesberger: „Dabei wollen und können wir ihn mit unseren medizinischen Leistungen unterstützen. Daher ist uns das eingehende Patientengespräch, gerade wenn es um Ästhetik geht, besonders wichtig.“

Kleine und große Ohren.
Die meisten Eingriffe führt Summesberger in seiner Praxis durch. Als Belegarzt am Sanatorium Mehrerau hat er auch die Möglichkeit, Operationen wie Ohrenanlegeplastiken dort durchzuführen. Ob die Krankenkasse einen Beitrag leistet, hängt unter anderem vom Alter des Patienten oder von psychologischen Folgen, etwa durch Hänseleien, ab. Handelt es sich bei Erwachsenen um einen rein ästhetischen Eingriff, zahlt die Krankenkasse nur in den seltensten Fällen – wenngleich Ästhetik mitunter ja auch zum Wohlbefinden und zur Gesundheit beitragen kann.

 

„Menschen, die sich auch mit einer sichtbaren Narbe wohlfühlen, sage ich nicht, dass man diese korrigieren sollte. Man muss niemandem etwas aufdrängen.“
Dr. René Summesberger, FA für HNO, Kopf- und Halschirurgie


 

Kontaktdaten:

Dr. René Summesberger
FA für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
Arzt für Allgemeinmedizin
Bahnhofstraße 4
6700 Bludenz
T: 05552 32183
E: hno@summesberger.at
H: www.summesberger.at

 

Sanatorium Mehrerau
Mehrerauerstraße 72
6900 Bregenz
T: 05574 6740
H: www.sanatorium-mehrerau.at

 

Buchtipps:

„besser aussehen – mit Sicherheit: Alles was Sie schon immer über Schönheitsoperationen wissen wollten und sollten“ von Hans-Walter Döring (Verlag: Books on Demand; Februar 2006)

„Das Botox-Buch: Gift oder Wundermittel? Ein Patientenratgeber“ von Eva Mahle und Harald Bresser (Verlag: Aurelia, B.-B.; März 2005)

 

Weiterführende Links:

Österreichische Gesellschaft für Plastische, Ästhetischen und Rekonstruktive Chirurgie
www.plastischechirurgie.org

Rund um die „Dauerhafte Haarentfernung – Laserenthaarung
www.laserenthaarung.at

Mini Med Studium: „Die Ästhetik des Gesichts – Moderne Möglichkeiten der Knochen- und Weichteilchirurgie“ – ein Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Alexander Gaggl, Vorstand der Univ.-Klinik für Mund-, Kiefer- und plastische Gesichtschirurgie der SALK und PMU, und OA DDr. Christian Brandtner, Univ.-Klinik für Mund-, Kiefer- und plastische Gesichtschirurgie der SALK und PMU
minimed.at/index.php?action=9&modul=8&kat=57&thema=1125

mio-medi – Schönheit & Medizin: Schweißdrüsen
www.schoenheit-und-medizin.de/schoenheitschirurgie/koerper/schweissdruesen/thema-schweissdruesen.html

mio-medi – Schönheit & Medizin: Ohrkorrektur
www.schoenheit-und-medizin.de/schoenheitschirurgie/kopf-und-gesicht/ohrkorrektur/thema-ohrkorrektur.html

 

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 Kampf dem Heuschnupfen
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Die nächste Pollensaison kommt bestimmt.

Der Sommer neigt sich dem Ende zu, die Tage werden kürzer, die Pollensaison liegt eine kleine Ewigkeit hinter uns und der lästige Heuschnupfen ist schon fast vergessen. Dabei sollte man gerade jetzt daran denken!

Auch im Herbst finden Patienten von Dr. Johannes Gächter, Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, den Weg in seine Praxis in Bregenz. Zwar sind es nicht viele, aber immerhin ein paar vom Heuschnupfen geplagte Menschen erinnern sich, dass nun die Zeit beginnt, in der man wirklich etwas gegen die Allergie unternehmen kann. Mit einem Schreiben hilft Gächters Assistentin dem Gedächtnis übrigens ein klein wenig auf die Sprünge. Und wenn dann erst einmal ausgetestet wurde, gegen was man allergisch ist, kann die Therapie beginnen.

Lass dich pieksen.
Durch eine sogenannte Hyposensibilisierung kommt es zu einem Lern- bzw. Toleranzeffekt des Immunsystems, erklärt der HNO-Arzt: „Den Patienten werden die Allergene verabreicht, gegen die sie allergisch sind. Im Laufe der Behandlung wird die anfangs geringe Dosis gesteigert. Dadurch erkennt das Abwehrsystem eine bestimmte Substanz nicht mehr als Ziel und löst keine Reaktionen mit den bekannten Nebenwirkungen, wie dem Heuschnupfen, aus.“ Der Klassiker ist sicherlich die Spritzenkur. In den ersten drei Monaten muss man sich jede Woche seine Spritze in der Ordination geben lassen. Danach nur mehr einmal pro Monat und zwar drei Jahre lang. Neuere Therapieformen kommen mit vier Injektionen jährlich aus. Auch Gächter hat schon gute Erfahrungen damit gemacht, räumt aber ein, „dass diese Therapien noch nicht so gut belegt sind, wie das bei der klassischen Variante der Fall ist.“

Ein paar Jahre Ruhe.
Bei Kindern wird nicht selten eine Schluckimpfung angewendet. Aber auch Erwachsene entscheiden sich dafür. Der Vorteil – man muss nicht jeden Monat zum Arzt – mag zugleich auch ein Nachteil sein, weiß Gächter: „Ich kann nicht kontrollieren, ob der Patient wirklich täglich das Medikament einnimmt.“ Doch auch wenn man sich ganz strikt an den Plan hält oder sich jeden Monat seine Spritze beim Arzt abholt, sprechen lediglich 80 Prozent auf die Therapie an. „Allerdings verstehen wir unter ‚ansprechen’ nicht nur Heilung, sondern auch Besserung, also deutlich mindere Beschwerden für die nächsten fünf bis acht, manchmal auch bis zu zehn Jahre. Danach muss man die Impfung wieder auffrischen.“

Der sichere Weg.
Und was ist mit Akupunktur oder Kinesiologie? „Ich selbst mache es nicht, bin aber kein Gegner davon.“ Übrigens: Heuschnupfen kann mit den Jahren auch „einfach so“ abnehmen oder sogar ganz verschwinden. Leider kommt es aber auch oft vor, dass mit zunehmendem Alter neue Allergien dazukommen. Wer also wirklich sichergehen möchte, macht wohl doch besser einen Termin beim HNO-Arzt.

 

„Welche Form der Therapie auch angewendet wird, entscheidend ist, dass im Herbst mit der Aufbauphase begonnen wird. Wenn die ersten Pollen fliegen, ist es definitiv zu spät.“
Dr. Johannes Gächter, FA für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde


 

Kontaktdaten:

Dr. Johannes Gächter
FA für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
Bahnhofstraße 39/Top 15
6900 Bregenz
T: 05574 58163
E: hno@gaechter.eu
H: www.gaechter.eu

 

Buchtipps:

„Heuschnupfen“ von Annette Kerckhoff (Verlag: Kvc; März 2005)

„Homöopathie bei Heuschnupfen“ von Jörn Dahler, Michael Teut und Christian Lucae (Verlag: Hippokrates; Dezember 2008)

„Pollenallergie, Heuschnupfen, Asthma & Co: Ganzheitlich wirksamer Schutz des Immunsystems“ von Gerhard Leibold (Verlag: Oesch; Februar 2006)

 

Weiterführende Links:

netdoktor.de: Heuschnupfen – Therapie
http://www.netdoktor.de/Krankheiten/Allergie/Therapie/Heuschnupfen-Therapie-2248.html

heuschnupfen-allergie.com: Behandlungsmöglichkeiten
http://www.heuschnupfen-allergie.com/behandlung/behandlung.asp

Heuschnupfen Kalender online
http://www.heuschnupfen-kalender.de/oesterreich/

Mini Med Studium: „Allergische Atemwegserkrankungen – Heuschnupfen und Asthma“ – ein Vortrag von Univ.-Doz. Dr. Felix Wantke
http://minimed.at/index.php?action=9&modul=8&kat=62&thema=474

 

 

 

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 Muskelkater
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Verletzter Muskel
Ein Muskelkater verlangt nach besonderen „Schmuseeinheiten“


Jede Bewegung tut weh, man fühlt sich steif und schwach. Hat der Muskelkater einmal zugeschlagen, sollte man aber keine Ruhe geben.Ob von alleine oder mit unserem Zutun: Nach einigen Tagen ist dieser Kater wieder weg.
Dachte man früher, dass es bei einem Muskelkater zu einer Übersäuerung des Muskels kommt, so weiß man es heute „besser“: Es handelt sich nämlich um eine Verletzung der Muskelfibrillen, der kleinsten Einheit der Muskulatur. Und diese Verletzung entsteht, wenn man einen bestimmten Muskel respektive eine bestimmte Muskelgruppe zu sehr belastet – und zwar exzentrisch, wie Dr. Rudolf Rüscher, Arzt für Allgemeinmedizin in Andelsbuch, erklärt: „Ein Muskelkater entsteht dadurch, dass die Muskulatur zu hohe Belastungen abfangen muss.“ Das passiert etwabeim Bergabwärtsgehen: Die Kraftmomente sind dabei wesentlich höher als beim Aufwärtsgehen und die Muskulatur muss in einer viel kürzeren Zeit eine viel höhere Belastung abfedern.

Zu viel des Guten.
Natürlich trifft es eher untrainierte Personen. Aber, so Rüscher, „eigentlich kann jeder, also ob untrainiert oder trainiert, einen Muskelkater bekommen.“ Wird „Neues“ mit zu hoher Intensität ausprobiert und die Muskulatur ist dafür nicht trainiert, reagiert diesemit einem Muskelkater. Daher könne man auch nicht vorbeugen, indem man sich dehnt oder aufwärmt, weiß der Allgemeinmediziner: „Die beste Strategie, um keinen Muskelkater zu bekommen, besteht darin, durch dosiertes Training die Belastungstoleranz der Muskulatur stetig zu steigern. Dadurch werden mit der Zeit auch hoch intensive Reize, wie sie etwa beim Abwärtsgehen bzw. Abwärtslaufen  auftreten, toleriert.“

Anti-Kater-Mittel.
Für manche kommt dieser Ratschlag aber leider zu spät, hat doch der schmerzende Kater die Muskeln bereits fest umschlungen. Zum Glück lässt er die Muskulatur jedoch nach einigen Tagen wieder los. Ob man ihn dabei unterstützt, bleibt jedem selbst überlassen, hängt aber auch vom subjektiven Beschwerdebild ab, betont Rüscher: „Der Organismus kann die Stoffwechselvorgänge, die für die Genesung des Muskelkaters nötig sind, auch ohne unser Zutun bewerkstelligen. Dann dauert es halt ein wenig länger. Allerdings ist ein Muskelkater wirklich eine Verletzung und sollte auch als solche behandelt werden.“ Und dafür gibt es entsprechende Mittel:Abgesehen davon, dass man die Muskulatur unmittelbar nach der (sportlichen) Betätigung lockern sollte, helfen warme Bäder, durchblutungssteigernde Salben, Lymphdrainagen.

Bewegung!
Selbst die Massagehand anzulegen, ist eher nicht zu empfehlen – vor allem nicht, wenn es schmerzt. Bei der Lymphdrainage wird nur über die Haut gestrichen, was freilich nicht weh tut. Dadurch und auch durch leichte Belastung und sanfte Bewegung wird die Durchblutung gesteigert, sagt Rudolf Rüscher: „Je mehr und je besser der Muskel durchblutet wird, desto schneller klingt auch die Verletzung ab und desto schneller geht der Muskelkater wieder weg.“


„Jeder kann einen Muskelkater bekommen. Auch gut trainierte Personen. Wenn die Belastung bzw. Intensität entsprechend hoch oder vielmehr zu hoch ist und die Muskulatur dafür nicht trainiert ist.“
Dr. Rudolf Rüscher, Arzt für Allgemeinmedizin

 

Kontaktdaten:

Dr. Rudolf Rüscher
Hausarzt
Hof 368
6866 Andelsbuch
T: 05512 2317
E: praxis@dr-ruescher.at
H: www.dr-ruescher.at

 

Weiterführende Links:

Mini Med Studium: „Sport: Richtig trainieren - aber wie?“ – Vortrag von Prim. Univ.-Prof. DDr. Josef Niebauer, DDr. Eveline Ledl-Kurkowski und Mag. Andreas Egger
http://minimed.at/index.php?action=9&modul=8&kat=56&thema=429

Mini Med Studium: „Wie viel Sport ist für mich gesund? Neueste Erkenntnisse und Therapien in der Sportmedizin“ – Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Stefan Nehrer
http://minimed.at/index.php?action=9&modul=8&kat=56&thema=692

Fit forfun: „Muskelkater – Was hilft tatsächlich?“ – Artikel von Stefan Becker
http://www.fitforfun.de/beauty-wellness/gesundheit/muskelkater/muskelkater-das-tueckische-raubtier_aid_5955.html


 

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 Volkskrankheit: Asthma - Gut geschulteAsthmatiker leben besser.
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Das (Aus-)Atmen fällt schwer. Ein pfeifendes Atemgeräusch und mitunter Hustenanfälle machen den Asthmaanfall perfekt. Der Griff zum „Pümpchen“ muss aber auch an anderen Tagen sein.
Asthma zählt zu den häufigsten chronischen Erkrankungen und somit zu den Volkskrankheiten – Tendenz: steigend! Dabei handelt es sich um eine Entzündung der Atemwege, die in manchen Fällen mit einer Allergie zusammenhängt. Eine andere Form nennt sich intrinsisches Asthma, das etwa nach einem Infekt auftreten kann. Dank schulmedizinischer Medikamente ist Asthma aber heutzutage gut behandelbar. Voraussetzung: Der Griff zum „Pümpchen“ – je regelmäßiger, desto seltener sind die Asthmaanfälle. „Das Inhalationsgerät ist einerseits ‚Beschützer’, denn Asthmatiker sollten es täglich verwenden. Andererseits sprechen wir vom ‚Befreier’ und zwar bei einem akuten Anfall“, so Dr. Ulrike Gehmacher, Fachärztin für Innere Medizin.

Atemschule.
Eigentlich ist Asthma ein Fall für den Lungenfacharzt. Trotzdem behandelt die Internistin viele Asthmatiker in ihrer Praxis in Götzis. Nicht zuletzt weil sie seit 15 Jahren die Atemschule in der Internen Abteilung (unter der Leitung von Primar Günter Höfle) am Landeskrankenhaus Hohenemsanbietet – seit drei Jahren zusammen mit Dr. Ali Sensoy von der Pulmologischen Abteilung (unter der Leitung von Primar Peter Cerkl). „Am ersten Abend geht es rein um die Krankheit und deren Behandlung mit Cortison. Da kann man auch mit dem Asthmapümpchen üben. Es ist nämlich sehr wichtig, dass man weiß, wie das Inhalationsgerät verwendet wird“, betont Gehmacher. Der zweite Abend wird zusammen mit einer Physiotherapeutin, die Atemübungen zeigt, gestaltet. Zwei Mal im Jahr können Asthmapatienten die „Atemschulbank“ drücken – das nächste Mal voraussichtlich im Herbst.

Keine Angst.
Insbesondere das Thema „Cortison“ liegt Ulrike Gehmacher am Herzen, denn man müsse den Menschen die Angst davor nehmen: „Die Inhalationsgeräte beinhalten eine Kombination aus einem  bronchialerweiternden Mittel und Cortison. Dabei handelt es sich aber um eine spezielle Form von Cortison, das in der Lunge bleibt und somit nicht die von vielen gefürchteten Nebenwirkungen hat, wie das Cortison, das man schluckt oder spritzt.“ In seltenen Fällen können zwar Heiserkeit oder Mundpilz auftreten. Doch: „Beide Nebenwirkungen sind harmlos und gehen wieder weg“, betont die Internistin.

Vorbeugen? Schwierig.
Heilung ist leider meist nicht möglich. Und auch vorbeugen kann man nur sehr schwer. Ist Asthma exogen allergisch, so kann man zumindest vermeiden, mit den Auslösern der Allergie, wie beispielsweise Tierhaare, Hausstaubmilben und anderen Allergenen, in Kontakt zu kommen. „Es wird außerdem vermutet, dass Asthma in Industrieländern, wo strengere Hygienemaßnahmen an den Tag gelegt werden, häufiger vorkommt“, erklärt Gehmacher.Wie auch immer: Leidet man unter Asthma hilft der Griff zum Inhalationsgerät und vor allem der Weg in die Atemschule.


„Asthma ist mithilfe der Schulmedizin gut behandelbar. Voraussetzung ist aber, dass die Patienten gut geschult werden. Und Angst vor dem Cortison muss man definitiv nicht haben.“
Dr. Ulrike Gehmacher, FÄ für Innere Medizin


Kontakt:

Dr.Ulrike Gehmacher
FÄ für Innere Medizin
Schulgasse 7
6840 Götzis
T: +43552352152
E: ulrike.gehmacher@gnv.at
H: www.arztpraxis-dr-gehmacher.at


Atemschule
am Landeskrankenhaus Hohenems, Abteilung Pulmologie

Landeskrankenhaus Hohenems
Bahnhofstraße 31
A-6845 Hohenems
T:05576/703 5500
E: pulmologie@lkhh.at
H: www.khbg.at/hohenems/pulmologie


Buchtipps:

„Asthma - Mehr wissen, besser verstehen: Alles über Auslöser, Formen und die wirksamsten Therapien“ von Tibor Schmoller und Andreas Meyer (Verlag: Trias; April 2007)

„Luft zum Leben – Asthma bei Kindern: Vom Kleinkindalter bis zur Pubertät“ von Michael Kabesch (Verlag: Südwest; September 2007)

„Wasser hilft: Allergien – Asthma – Lupus. Ein Erfahrungsbericht“ von Fereydoon Batmangehelidj (Verlag: VAK Verlags GmbH; Mai 2011)

 

Weiterführende Links:

Asthma Bronchialeauf Onmeda
http://www.onmeda.de/krankheiten/asthma.html

Mini Med Studium: „Allergische Atemwegserkrankungen: Ursachen, Vorsorge und moderne Therapien für Heuschnupfen und Asthma“ – Vortrag von Prim. Dr. Peter Ostertag
http://minimed.at/index.php?action=9&modul=8&kat=62&thema=398

Mini Med Studium: „Allergische Atemwegserkrankungen: Heuschnupfen und Asthma“ – Vortrag von Univ.-Doz. Dr. Felix Wantke
http://minimed.at/index.php?action=9&modul=8&kat=62&thema=350

 

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 Ruhe auf der Sonnenliege
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Die Sommergrippe hat Saison.

Die Sonne scheint und beschert sommerliche Hitze. Doch der Hals kratzt, die Nase rinnt, der Kopf schmerzt und man fühlt sich schlapp. Das beste Mittel gegen die Sommergrippe: Ruhe – wo auch immer!

Eigentlich handelt es sich bei der Sommergrippe um einen grippalen Infekt. Im Unterschied zur „richtigen“ Grippe, bei der von der einen Minute auf die andere Fieber, Glieder- und Kopfschmerzen auftreten, verläuft ein grippaler Infekt schleichend. „Es beginnt mit Müdigkeit, allgemeinem Unwohlsein, mitunter auch etwas Fieber. Es kann wieder ein bisschen besser werden, aber auch wieder etwas schlechter“, erklärt Dr. Walter Gmeiner, praktischer Arzt aus Dornbirn. Er wird heuer allerdings keine Patienten mit Sommergrippe behandeln, ist es doch sein erster Sommer als Pensionist.

Keine Impfung.
Beim grippalen Infekt handelt es sich um einen Mix von verschiedensten, eher harmlosen Viren. Dagegen kann man sich nicht impfen lassen. Übrigens: Die „richtige“ Grippe kommt immer aus dem Osten, weiß der Dornbirner Arzt: „Viren, die vor ein, zwei Jahren in Asien eine Grippewelle verursacht haben, gelangen danach nach Europa und etwa ein Jahr später in die USA. Daher sind die Impfstoffe auch gut erforscht.“

Immer wieder: Viel trinken.
Doch zurück zur Sommergrippe: Gegen die kann man sich zwar nicht impfen lassen, aber immerhin schützen: „Etwa indem man viel trinkt. Flüssigkeit ist notwendig, damit sämtliche Organfunktionen unseres Körpers gut arbeiten können. Auch kann ein trockener Mund eine Sommergrippe fördern, weil die Viren oft an den Schleimhäuten hängen bleiben“, erklärt Gmeiner. Am besten trinkt man übrigens Leitungswasser oder lauwarmen Tee, auf keinen Fall eiskalte Getränke. Um einer Sommergrippe vorzubeugen, sollte man überdies klimatisierte Räume meiden. Und so schön eine Autofahrt mit offenem Fenster oder gar offenem Verdeck auch sein mag, liegt man danach krank im Bett, hat der Spaß ein Ende. Auch nasse Haare können immer wieder ein Grund sein, warum einen die Sommergrippe erwischt. Wenn die Sonne scheint, könne man sich von dieser sicherlich trocknen lassen, so Walter Gmeiner: „Wenn es aber windig ist, bitte vorsichtig sein. Das nasse Badezeug sollte man aber auf jeden Fall wechseln.“

Was hilft?
Bemerkbar macht sich die Sommergrippe durch einen kratzenden Hals, Reizhusten, eine rinnende Nase, Müdigkeit und andere allgemeine Erkältungssymptome. Zum Arzt muss man deshalb, laut Gmeiner, nicht unbedingt: „Man kann Lutschtabletten, Hustentröpfchen oder die allseits bekannten Grippepräparate, wie beispielsweise Aspirin, nehmen. Vor allem aber sollte man viel trinken, sich entspannen und einfach nur Ruhe geben.“ Letzteres kann man übrigens auch an der frischen Luft. Freilich sollte man dies im Schatten und an einer windgeschützten Stelle machen. Und nach drei Tagen müsste das Schlimmste überstanden sein.


„Ist man gern draußen, genießt man gern die Natur, kann das dazu beitragen, dass man schnell wieder gesund wird. Es heißt ja: Behandle deinen Körper so, dass sich die Seele wohl fühlen kann.“
Dr. Walter Gmeiner, FA für Allgemeinmedizin

 

Kontaktdaten:

Dr. Walter Gmeiner
FA für Allgemeinmedizin
Seit Anfang 2011 in Pension

Fragen zum Thema Sommergrippe beantwortet aber prinzipiell jeder Praktische Arzt.

 

Buchtipps:

„Meine besten Hausmittel. Krankheiten vorbeugen und natürlich behandeln“ von Dr. med. Franziska Rubin (Verlag: Zabert Sandmann; Jänner 2011)

 

Weiterführende Links:

Sommergrippe – vorbeugen und behandeln: „Hormone für den ganzen Körper: Funktion und Erkrankungen der Schilddrüse“ – Vortrag von OA Dr. Paul Sungler
http://www.sommergrippe.net

„Sommer-Erkältung: Die besten Tipps bei Sommergrippe“ - Artikel auf B.Z. Berlin
http://www.bz-berlin.de/ratgeber/gesundheit/die-besten-tipps-bei-sommergrippe-article1218956.html

WDR Mediathek: „Einsatz für Budzinski: Sommergrippe“
http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2011/07/01/lokalzeit-bonn-einsatz-fuer.xml

 

 

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 Gesund auf Reisen
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Sommer, Sonne, Reisekrank.

Ferien – eigentlich die schönste Zeit des Jahres. Eigentlich. Denn leider kommt es gar nicht selten vor, dass man auf der Fahrt ans Reiseziel oder während des wohl verdienten Urlaubs krank wird.

Warum wird man überhaupt reisekrank? „Dafür gibt es keine eindeutige Erklärung. Manche Menschen reagieren einfach sensibel“, erklärt Dr. Walter Gmeiner, praktischer Arzt aus Dornbirn und seit Anfang dieses Jahres in Pension. Er selbst verbringt viel Zeit auf Reisen. Reisekrank wird er dabei, wie er sagt, zum Glück nie. Die Beschwerden kennt er aber natürlich: „Neben Schwindel, Übelkeit oder Brechreiz berichten Betroffene auch von Sehstörungen, Schluckstörungen oder Schweißausbrüchen.“

Viele „Reiseachterl“.
Wird man immer wieder krank, wenn man eine Reise tut, hat das auch „Vorteile“. Man kann nämlich vorbeugen, so Gmeiner: „Es gibt Tabletten, die man etwa eine halbe Stunde vor Antritt der Reise nimmt. Für Kinder sind Pflaster oder Zäpfchen besonders gut geeignet.“ Vorbeugen ist aber nicht unbedingt gleichzusetzen mit Tabletten schlucken. Flüssigkeit ist genauso wichtig, wenn nicht sogar wichtiger: Man sitzt im Auto, es ist heiß, man schwitzt. In der Folge verliert der Körper Flüssigkeit. Die Klimaanlage bringt hier keine Besserung – im Gegenteil: Auch sie kann zu einem enormen Flüssigkeitsverlust führen. Daher gilt übrigens auch im, dank Klimaanlage mitunter eisig kalten, Flugzeug: Ausreichend trinken. Und nie auf den Durst warten. Treten dennoch Übelkeit, Schwindel und Co. auf, so helfen freilich auch unterwegs Tabletten, Pflaster und Zäpfchen.

Apotheke on board.
Auch am Urlaubsort selbst, kann man schon mal krank werden. In diesen Fällen ist es ratsam, eine gut bestückte Reiseapotheke im Gepäck zu haben. Eine solche beinhaltet auf jeden Fall Verbandszeug. Ebenso sollte ein Durchfallmittel dabei sein. Immerhin ist Reisediarrhoe die häufigste Gesundheitsstörung auf Reisen. Gmeiner: „Dazu kann man sich in der Apotheke eine Elektrolytlösung kaufen. Diese kann man auch selbst machen und zwar indem man einen Liter Wasser mit einem Teelöffel Salz, einem Teelöffel Backpulver und acht Teelöffel Zucker vermischt und trinkt.“ Zeigt dies keine Wirkung, empfiehlt es sich, auch Imodium einzpacken. Aber Achtung: Imodium sollte nicht länger als zwei Tage genommen, es behebt nämlich nicht die Ursache des Durchfalls, sondern stellt den Darm lediglich ruhig. Im schlimmsten Fall kann es bei längerer Einnahme gar zu einem Darmverschluss kommen.

Wirklich alles dabei?
Außerdem sollte man Schmerzmittel, etwa Aspirin oder Paracetamol, eventuell auch ein krampflösendes Medikament mitnehmen. Und: Standardmedikamente! „So verwunderlich das auch klingen mag, ich habe es etliche Male erlebt, dass Patienten etwa ihre Blutdrucktabletten vergessen haben. Die Reiseapotheke war aber bestens gefüllt“, erinnert sich der Dornbirner an die gar nicht lange zurückliegenden Tage in seiner Praxis.


„Medikamente und Flüssigkeit können Reisekrankheit verhindern. Außerdem sollte man extreme Stresssituationen vermeiden. Es hilft, wenn der Urlaub schon einen Tag vor Antritt der Reise beginnt.“
Dr. Walter Gmeiner, FA für Allgemeinmedizin

 

Kontaktdaten:

Dr. Walter Gmeiner
FA für Allgemeinmedizin
Seit Anfang 2011 in Pension

Fragen zum Thema Reisekrankheit bzw. Reiseapotheke beantwortet jeder Praktische Arzt.

 

Buchtipps:

„Moderne Reisemedizin: Handbuch für Ärzte, Apotheker, Reisende“ von Thomas Küpper, Burkhard Rieke und Claus-Martin Muth (Verlag: Gentner; März 2010)

„Moderne Berg- und Höhenmedizin: Handbuch für Ausbilder, Bergsteiger, Ärzte“ von Thomas Küüer, Klaas Ebel und Ulf Gieseler (Verlag: Gentner; Oktober 2009)

 

Weiterführende Links:

Mini Med Studium: „Ferien ohne Nebenwirkungen – Reisemedizin“ von Dr. Laila Raschid
http://minimed.at/index.php?action=9&modul=8&kat=39&thema=869

Mini Med Studium: „Urlaub in Sicht – fit for travel. Gesundes Reisen und Wieder-Zurück-Kommen“ – Vortrag von Prim. Univ.-Prof. Dr. Josef Auböck, Prim. Dr. Martin Henkel und Prim. Univ.-Prof. Dr. Helmut Mittermayer
http://minimed.at/index.php?action=9&modul=8&kat=71&thema=924

Mini Med Studium: „Wie schützt man sich vor Infektionen auf Reisen und daheim? Neueste Vorsorgemöglichkeiten“ – Vortrag von Dr. Günter Weiss
http://minimed.at/index.php?action=9&modul=8&kat=27&thema=592

„Ein übler Urlaubsbegleiter“ - Artikel auf FOCUS Online von Carolin Stuiber
http://www.focus.de/gesundheit/gesundleben/vorsorge/reisemedizin/tid-9642/reisekrankheit-ein-uebler-urlaubsbegleiter_aid_295580.html

„Wenn die Übelkeit mitfährt“ - Artikel auf stern.de von Lea Wolz
http://www.stern.de/gesundheit/reisekrankheit-wenn-die-uebelkeit-mitfaehrt-1578206.html

Lufthansa gibt Tipps gegen Reisekrankheit
http://www.lufthansa.com/de/de/Reisekrankheit

Zentrum für Reisemedizin
http://www.reisemed.at

 

Reiseapotheken im Web:
http://www.die-reise-apotheke.de
http://www.reiseapotheke.de


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 Nervosität
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Ich bin ja so nervös!
Die Hände zittern, das Herz rast, Schweiß bricht aus

Vor einem wichtigen Termin, einer Prüfung oder vor dem Traualtar – jeder war schon mal nervös. Was aber, wenn die Stresshormone nicht mehr aufhören durch den Körper zu rauschen?
Es ist kein angenehmes Gefühl: Diese innere Unruhe, diese akut auftretende innere Angespanntheit, die meist mit zitternden Händen, Schweißausbrüchen, Herzklopfen, wenn nicht sogar Herzrasen, und einer beschleunigten Atmung einhergeht. Und manchmal gesellen sich auch noch Gefühle der Unsicherheit, der Angstdazu. Man will der Prüfung, der Konfrontationen mit Vorgesetzten, der Rede vor dem Publikum, entfliehen.Derartige Situationen sind die Auslöser für eine Stress- bzw. Panikreaktion, wie Nervosität in der modernen Psychiatrie genannt wird.

Nicht nur negativ.
„Auf der körperlichen Ebene kommt es bei einer sogenannten Stressreaktionzu einer Überschwemmung des Körpers mit Stresshormonen, wie beispielsweise dem Adrenalin“, erklärt Dr. Elmar Weiskopf, Facharzt für Psychiatrie in Götzis sowie Geschäftsführer von pro mente Vorarlberg – eine gemeinnützige Gesellschaft, die im Auftrag der Vorarlberger Landesregierung ambulante sozialpsychiatrische Betreuung, Krisenhilfe und Prävention bietet. Früher waren Panikreaktionen sogar überlebensnotwendig. Gewiss, heute befinden wir uns nur mehr selten inlebensbedrohlichen Situationen. Nichtsdestotrotz ist eine Stressreaktion an und für sich nichts negatives, kann vielmehr aktivierend wirken und maximale Leistung hervorbringen. „Wenn siejedoch“, räumt Weiskopf ein, „überschießend und lang anhaltend ist, wird diese sinnvolle physiologische Reaktion zu einem Problem.“

Nicht mehr nur nervös.
Steigern sich innere Unruhe, Angespanntheit und Erregung so weit, dass man befürchtet zu kollabieren oder zu ersticken, beziehungsweise einen Herzinfarkt zu erleiden, wird, laut Weiskopf, von einer Panikattacke gesprochen: „Diese können etwa in Situationen auftreten, die an und für sich harmlos sind, wie zum Beispiel beim Befahren eines Tunnels, beim Liftfahren oder wenn man Räume mit Menschenansammlungen betritt, also einen Konzert- oder Kinosaal oder ähnliches.“ Aus der Nervosität ist eine Angststörung geworden.„Abgesehen davon kommt eine ausgeprägte Nervosität,die andauernd vorhanden ist, das heißt, den ganzen Tag über, und etwa mit Schlafstörungenkombiniert ist, bei verschiedensten psychischen Erkrankungen vor“, so der Psychiater.

Was tun?
Leidet man unter Nervosität oder gar unter einer Angststörung, sollte man sich intensiv mit sich selbst,seiner Biographie undseinem Lebensumfeld auseinandersetzen,sagtWeiskopf: „In der Folge ist es hilfreich, seine Lebensführung und Lebensgestaltung zu überdenken.Dabei sollte sowohl das berufliche als auch das private Beziehungsumfeld einbezogen werden.“Gesunde Ernährung, der Verzicht auf Alkohol,sportliche Aktivität, ein regelmäßiger Schlaf-, Wachrhythmus und auch Entspannungstechniken wie Yoga oder Autogenes Training wirken stabilisierend und vermindern Nervosität. „Führen solch allgemeinen Verhaltensmaßnahmen respektive Verhaltensänderung nicht zum Ziel, sollte entweder eine psychotherapeutische oder eine fachärztlich psychiatrische Hilfe in Anspruch genommen werden“, rät Elmar Weiskopf.


„Wenn Nervosität so heftig auftritt, dass sie Lebensqualität und Handlungsfähigkeit wesentlich beeinträchtig, sollte fachärztlich psychiatrische oder psychotherapeutische Hilfe gesucht werden.“
Dr. Elmar Weiskopf, FA für Psychiatrie

 

Kontaktdaten:

Dr. Elmar Weiskopf, Götzis
FA für Psychiatrie
Montfortstraße 17
6840 Götzis
T: 05523 65359
E: el.weiskopf@medinfo.at

 

Buchtipps:

„Nervosität und Ichheit: Stressbewältigung von Innen. Ein Vortrag, gehalten in München am 11. Januar 1912“ von Rudolf Steiner (Verlag: Rudolf Steiner; Nachdruck;September 2010)

„Selbsthilfe bei Nervosität: Der Regenbogenweg zur Gesundheit“ (Audiobook + Audio-CD) von Kurt Tepperwein (Verlag: Nietsch; März 2010)

 

Weiterführende Links:

HademarBankhofer Gesundheitstipps: „Hilfe gegen Nervosität: Machen Sie Ihre Nerven stark!“
http://www.bankhofer-gesundheitstipps.de/artikel/86-Hilfe-gegen-Nervositaet-Machen-Sie-Ihre-Nerven-stark!.html

Mini Med Studium: „Harmonie für Körper, Geist und Seele: Traditionelle Chinesische Medizin“ – Vortrag von Dr. med. univ. Iris Pircher und Dr. med. Stefan Ulmer
http://minimed.at/index.php?action=9&modul=8&kat=35&thema=397


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weiterführende links
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 Die Schilddrüse
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Schmetterling unter den Organen

Geheimnisvoll mutet sie an, die Schilddrüse. Dabei ist sie eine wichtige Hormonfabrik unseres Körpers. Damit sie ihren Job gut macht, braucht sie ausreichend Jod – mehr eigentlich nicht.

Vieles hängt von diesem schmetterlingsförmigen Organ, das knapp unter dem Kehlkopf liegt, ab: ob wir zu- oder abnehmen, schwitzen oder frieren, hektisch oder müde sind. Und sogar, ob frau schwanger werden kann oder nicht. Was aber braucht die circa fünf Zentimeter lange und zwei Zentimeter breite Schilddrüse, damit sie so arbeitet, wie von Mutter Natur vorgesehen? Ganz einfach: Jod. Die Hauptfunktion der Schilddrüse ist eine generelle Stimulation des gesamten Organismus und diese erfolgt durch die Schilddrüsenhormone T4 und T3, erklärt Dr. Andreas Werle, Facharzt für Innere Medizin in Sulz: „Salopp gesagt ist die Schilddrüse ‚das Gaspedal des Körpers’. Bei einer Unterfunktion läuft der Körper auf 50 Prozent, bei einer Überfunktion auf 150 Prozent Leistung.“ 

Zu viel des Guten.
Neben dem Kropf, der durch eine verminderte Jodaufnahme verursacht wird, zählt die Schilddrüsenüberfunktion zu den typischen Erkrankungen. Diese kann sich etwa durch einen ständigen, fast zwanghaften Bewegungsdrang, geringe Ausdauer und Konzentration, schnellen Herzschlag, Gewichtsverlust trotz Hunger sowie warme, feuchte Haut zeigen. Laut Werle bedingt zum Beispiel eine Fehlfunktion des Immunsystems eine sogenannte Hyperthyreose: „Sie kann aber auch von einer Überfunktion eines Schilddrüsenknotens herrühren. Das ist ein Areal der Schilddrüse, welches unkontrolliert Hormone produziert.“ Je nach Ursache erfolgt eine medikamentöse oder operative Therapie. In manchen Fällen wird auch eine Radiojodtherapie angewendet: Ein nuklearmedizinisches Therapieverfahren, die als nebenwirkungsarm und in der langjährigen Verlaufsbeobachtung als sicher gilt.

Oder eben zu wenig.
Gibt es eine Überfunktion, so auch eine Unterfunktion. Diese kann angeboren sein, aber auch durch einer Autoimmunerkrankung, nach einer Schilddrüsenoperation oder nach einer Schilddrüsenentzündung erworben werden. „Die Hypothyreose zeigt sich durch Leistungsabfall, Antriebsarmut, Müdigkeit, Verlangsamung, Kälteempfindlichkeit, trockene und teigige Haut, brüchiges Haar oder auch Darmträgheit“, weiß Internist Werle. Behandelt wird mittels Verabreichung des Hormons T4 – täglich und in natürlicher Menge, allerdings ein Leben lang.

Würzen mit Jod.
Leider lässt sich eine Schilddrüsenerkrankung mit einer gesunden Lebensweise weder verhindern noch verbessern. Dennoch sollte zur Unterstützung einer geregelten Schilddrüsenfunktion mit jodiertem Speisesalz gewürzt werden. Stichwort „Fukushima“: Radioaktives Jod ist sehr gefährlich für die Schilddrüse und führt oft zur Krebserkrankung. Im Falle einer radioaktiven Belastung würden vor allem junge Menschen spezielle Jodtabletten erhalten, so Andreas Werle: „Durch diese kurzzeitige Jodüberdosierung wird die Schilddrüse mit Jod gesättigt und nimmt dadurch kein radioaktives Jod auf. ‚Einfach so vorbeugend’ und ohne Anweisung dürfen diese Tabletten allerdings nicht eingenommen werden.“
 

„Die Schilddrüse benötigt eine gewisse Menge des Spurenelements Jod. Da wir in einem Jodmangelgebiet leben, wird empfohlen, maßvoll mit jodierten Salz zu würzen.“
Dr. Andreas Werle, FA für Innere Medizin

 

Kontaktdaten:

Dr. Andreas Werle
FA für Innere Medizin
Praxis:
Austraße 30
6832 Sulz
T: 05522 44933
E: sekretariat@praxiswerle.at

H: www.praxiswerle.at

 

Buchtipps:

„Schilddrüse. Mehr wissen – besser verstehen: Der Weg zur sicheren Diagnose und den besten Therapien“ von Lothar-Andreas Hotze (Verlag: Trias; April 2008)

„Die Schilddrüse. Balance für Körper und Seele“ von Berndt Rieger (Verlag: Herbig; August 2007)

„Leben mit Hashimoto-Thyreoiditis: Ein Ratgeber“ von Leveke Brakebusch und Armin Heufelder (Verlag: Zuckschwerdt; März 2010)

„Leben mit Morbus Basedow: Ein Ratgeber“ von Leveke Brakebusch und Armin Heufelder (Verlag: Zuckschwerdt; Oktober 2007)

„Schilddrüse: Sich an der Therapie beteiligen“ von Hossein Ahmadzadehfar (Verlag: novum pro; Jänner 2011)

 

Weiterführende Links:

Mini Med Studium: „Geheimnisvolles Steuerwerk im Körper: Die Schilddrüse – ihre Aufgaben, ihre Leiden“ – Vortrag von Univ.Prof.in Dr.in Barbara Obermayer-Pietsch
http://minimed.at/index.php?action=9&modul=8&kat=72&thema=1129

Mini Med Studium: „Hormone für den ganzen Körper: Funktion und Erkrankungen der Schilddrüse“ – Vortrag von OA Dr. Paul Sungler
http://minimed.at/index.php?action=9&modul=8&kat=24&thema=27

Mini Med Studium: „Hormone für den ganzen Körper: Funktion und Erkrankungen der Schilddrüse“ –  Vortrag von Univ.-Prof Dr. Irene Virgolini
http://minimed.at/index.php?action=9&kat=24&thema=50&ref=53

Mini Med Studium: „Hormone für den ganzen Körper: Funktion und Erkrankungen der Schilddrüse“ – Vortrag von Univ.-Prof Dr. Irene Virgolini und Dr. Fabrizio Franzellin
http://minimed.at/index.php?action=9&modul=8&kat=24&thema=152


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 Rund um die Hand
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Wenn unseren Händen zu viel abverlangt wurde

Mit unseren Händen, Fingern und insbesondere mit unseren Daumen packen wir – mitunter kräftig – zu. Wird man älter oder belastet man seine Hände übermäßig, kann es zu abnützungsbedingten Erkrankungen kommen.

Karpaltunnelsyndrom, Schnellender Finger, Fingerarthrose, Daumensattelgelenksarthrose und Dupuytrensche Kontraktur sind häufige Erkrankungen der Hand. „Es sind Schäden, die durch das Älterwerden, aber auch durch Überlastung der Hände auftreten können“, erklärt Dr. Kurt Sandholzer, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. Viele Menschen leiden darunter, dass ihre Hände nicht mehr so funktionieren, wie sie sollten oder vielmehr, wie sie es gewohnt sind. Vorbeugen kann man eigentlich kaum, da es sich in manchen Fällen um erbliche Erkrankungen handelt, aber auch weil man oft die genaue Ursache gar nicht kennt. 

Kleine und größere Eingriffe.
Leidet man am Karpaltunnelsyndrom, so kommt es vor allem an den ersten drei Fingern zu Missempfindungen, Kribbeln und bei fortgeschrittenen Fällen auch zu einer Schwäche des Daumens. Die Behandlung ist keine große Sache: „Das Karpaltunnelsyndrom kann sehr gut minimalinvasiv operiert werden und zwar ambulant, in örtlicher Betäubung“, so Sandholzer, der solche Eingriffe in seiner Praxis in Götzis vornimmt. Im Sanatorium Mehrerau, wo er als Belegarzt tätig ist, werden größere Operationen durchgeführt. Ein Beispiel dafür ist die Dupuytrenschen Kontraktur: Bei der Behandlung wird eine wuchernde Gewebsschicht unter der Haut, die im fortgeschrittenen Stadium zu einer Beugestellung der Finger führen kann, entfernt.

Operation muss nicht sein.
Lässt sich ein Finger nur durch einen Klick wieder strecken, spricht man vom Schnellenden Finger. Verursacht wird dieser durch ein Hängenbleiben der Beugesehen unter dem Ringband. Anders gesagt: Die Sehnen gleiten nicht mehr. Bei Fingerarthrosen handelt es sich um Gelenksabnützungen, charakterisiert durch Knorpelverlust, Bewegungsschmerzen und manchmal auch Fehlstellungen. Schmerzen am Daumen – insbesondere, wenn man kräftig zugreift – verursacht die Daumensattelgelenksarthrose. Handgymnastik, Wärmetherapie in Form von Mikrowellenbestrahlung oder ein Handparaffinbad zeigen gute Wirkungen. Bei schweren Fingerarthrosen kommt man allerdings nicht um einen operativen Eingriff umhin. Sandholzer: „Sie werden am Daumen mit der Einlage eines Sehnenbällchens und am Fingermittelgelenk mit einem kleinen Kunstgelenk behandelt.“
Auch den Tennisellenbogen kennt Dr. Sandholzer gut: „Kommt es nach Therapien mittels Stoßwelle, Übungen und Friktionsmassage zu keiner Besserung, kann man einen kleinen Eingriff vornehmen, der in der Praxis durchgeführt wird.“ Übrigens: Nicht nur Tennisspieler leiden darunter. Es kann jeden treffen, häufig Handwerker, häufig auch Hausfrauen.

Mehrerauer Ärztegespräche
Am 7. Juni hält Dr. Sandholzer im Rahmen der Mehrerauer Ärztegespräche einen Vortrag mit dem Titel „Rund um die Hand“. Neben abnützungsbedingten Erkrankungen der Hand spricht der Facharzt auch über rheumatischbedingte Erkrankungen sowie Verletzungen der Hand und gibt Einblicke in deren nichtoperative und operative Behandlungsmöglichkeiten.
 

„Manche Erkrankungen, etwa den Tennisellbogen oder den Schnellenden Finger, kann man bei frühem Behandlungsbeginn ohne Eingriff wegbekommen. Andere zumindest lindern.“
Dr. Kurt Sandholzer, FA für Orthopädie und Unfallchirurgie

 

Kontaktdaten:

Dr. Kurt Sandholzer
FA für Orthopädie und Unfallchirurgie
Ambulante Chirurgie/Praxis
Am Garnmarkt 1
6840 Götzis
T: 05523 52585

 

Buchtipps:

„Erkrankungen und Verletzungen der Hand: Ein Ratgeber für Betroffene, Angehörige und Fachleute im Bereich der Handrehabilitation“ von Sabine Pauli und Sara Straub (Verlag: Schulz-Kirchner; Februar 2011)

„Präzise Hände – schmerzfrei und beweglich“ (DVD & Buch) von Christian Larsen und Bea Mischer (Verlag: Trias; April 2006)

„Blasenentzündung: Anleitung zur Selbsthilfe“ von Angela Kilmartin (Verlag: Trias; 2002)

 

Weiterführende Links:

Mini Med Studium: „Beweglichkeit bis ins hohe Alter – Vorbeugung und Behandlung von Gelenksschäden“ Vortrag von Prim. Priv.-Doz. Dr. Peter Peichl, Dr. Alexander Ditschner und DE Andrea Fauster
http://minimed.at/index.php?action=9&modul=8&kat=43&thema=611

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 Vom Harnwegsinfekt zur...
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Nierenbeckenentzündung

Ein leichtes Ziehen in der Nierengegend macht noch keine Nierenbeckenentzündung. Diese geht nämlich mit weitaus unangenehmeren Beschwerden einher. Nicht nur deshalb sollte man rasch zum Arzt. 

Wenn man mehrere Stunden im Regen, bei Wind und Kälte spazieren geht, wenn die Kleider nass sind und man keine Gelegenheit hat, sich aufzuwärmen, besteht zwar bei den meisten Menschen nicht gleich die Gefahr, dass sich eine Nierenbeckenentzündung entwickelt. Und doch: „Unterkühlung und nasse Kleidung können Faktoren sein, die die Entwicklung einer Harnwegsinfektion begünstigen. Vor allem wer bereits mehrfache Harnwegsinfekte gehabt hat, sollte sich besser vor Kälte und Nässe schützen“, betont Dr. Andreas Koch, Facharzt für Innere Medizin. Und da aus einem Harnwegsinfekt eine Nierenbeckenentzündung entstehen kann, sollten also doch ein paar, wenn auch nicht allzu laute Alarmglocken läuten.

Mit Antibiotika ins Bett.
Eine Nierenbeckenentzündung wird durch Bakterien verursacht und zeigt sich etwa durch sogenannte Flankenschmerzen – das sind wellenförmig auftretende und krampfartig wiederkehrende, sehr starke Schmerzen in der hinteren seitlichen Bauchregion im Bereich des Rumpfs. Damit noch nicht genug, gesellen sich meist auch Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Beschwerden beim Wasserlassen, also Brennen und häufiger Harndrang, hinzu. Da eine Nierenbeckenentzündung mit einem Antibiotikum und zusätzlich auch oft mit Schmerzmitteln behandelt werden muss, gilt es, einen (Fach-)Arzt aufzusuchen. Und danach: Ab ins Bett! Nicht gesichert ist, laut Koch, „ob eine reichliche Flüssigkeitszufuhr die Abheilung begünstigt. Bei Fieber besteht aber ohnehin ein größerer Flüssigkeitsbedarf.“ In den meisten Fällen klingt die Entzündung dank Antibiotika und Bettruhe gut ab. „Bei schweren Erkrankungen oder bei speziellen Risikofaktoren, beispielsweise wenn eine Patientin schwanger ist, muss die Behandlung jedoch stationär erfolgen“, sagt Internist Koch.

Risikogruppe: Frau!
Vorbeugen kann man im Grunde nur, indem man sich keinen Harnwegsinfekt einfängt. Leider treten diese aber oft gehäuft auf, etwa bei Diabetikern, vor allem aber auch bei Frauen. „Deswegen ist eine gute Hygiene wichtig, unter anderem die richtige ‚Wischrichtung’, nämlich von vorne nach hinten“, erklärt der Feldkircher Internist. Auch gibt es keine spezielle Diät, die Harnwegsinfektionen und Nierenbeckenentzündungen vorbeugen könnten. Einzig: Preiselbeerpräparate können das Anhaften von Bakterien an der Harnblasenwand vermindern. Sie dürften also, so Koch, „einen vorbeugenden Effekt in Bezug auf Harnwegsinfekte haben.“

Verhüten einmal anders.
Auch manche Verhütungsmittel können Harnwegsinfekte begünstigen. Und zwar jene, die spermienabtötende Mittel (Spermizide) enthalten. Hierunter fallen etwa viele Scheidenzäpfchen, aber auch einige Kondom-Hersteller versehen ihre Produkt mit spermiziden Gleitmitteln. Andreas Koch empfiehlt daher: „Bei gehäuften Harnwegsinfekten sollte lieber auf andere Methoden der Schwangerschaftsverhütung gewechselt werden.“


„Eine Harnwegsinfektion wird durch Bakterien ausgelöst, die durch die Harnröhre in die Harnblase wandern. Steigen sie bis hinauf zu den Nieren kann es zu einer Nierenbeckenentzündung kommen.“
Dr. Andreas Koch, FA für Innere Medizin

 

Kontaktdaten:

Dr. Andreas Koch
FA für Innere Medizin
Oberarzt am Krankenhaus Dornbirn, Abteilung für Innere Medizin
Praxis:
Waldfriedgasse 6
6800 Feldkirch
T: 05522 31546

Siehe auch Artikel „Blasenentzündung – Bekanntes Frauenleiden“

 

Buchtipps:

„Harnwegsinfektionen. Vorbeugen, Erkennen, Behandeln“ von Harald Fischer (Verlag: Verlagshaus der Ärzte; Oktober 2004)

„Blasenentzündungen, Blasenschmerzen... damit müssen Sie nicht leben!“ Ein Ärztlicher Ratgeber von Ines Ehmer (Verlag: Zuckschwerdt; August 2010)

„Blasenentzündung: Anleitung zur Selbsthilfe“ von Angela Kilmartin (Verlag: Trias; 2002)

 

Weiterführende Links:

Nierenbeckenentzündung: Informationen für Betroffene und Angehörige
http://www.nierenbeckenentzuendung.com/

Mini Med Studium: „Wenn Niere oder Blase streiken – Blasenentzündung, Harnweginfekt, Nierenbeckenentzündungen“ von  Univ.-Prof. Dr. Sabine Horn
http://minimed.at/index.php?action=9&modul=8&kat=54&thema=1159

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 Heuschnupfen
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Pollen im Anflug
Alle Jahre wieder: Heuschnupfen

Das Gras ist grün, die Bäume blühen. So schön der Anblick auch ist,viele freut er gar nicht, und es werden immer mehr. Über Heuschnupfen und was man dagegen nehmen, aber auch machen kann.
Warum die Anzahl der von Heuschnupfen geplagten Menschen stetig steigt, ist nicht wirklich bekannt. Manche führen es auf die zunehmende Sauberkeit und Hygiene zurück. Manche sind der Meinung, dass es mit der Lebensweise zusammenhängt. So auch Dr. Johannes Gächter, Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde: „Viele Menschen haben immer weniger Zeit. Als Folge rebelliert der Körper und das kann sich durch eine Allergie, wie etwa Heuschnupfen, bemerkbar machen.“ Unser Immunsystem reagiert ständig auf Umweltreize: So ist Niesen ein natürlicher Reflex; bei verstärktem, übermäßige Auftretenkann es sich aber um eine Allergie handeln.

Kettenreaktion.
Gelangen Pollen, gegen die man allergisch ist, in die Atemwege, schwellen die Schleimhäute in Nase und Rachen, aber auch Augen jucken und es kommt zu einer vermehrten Flüssigkeitsproduktion. Anders gesagt: Die Nase rinnt. „Übrigens“,erklärt der Bregenzer HNO-Arzt, „finden Immunreaktionen am und im ganzen Körper statt. Daher haben Kinder mit Heuschnupfen mitunter rote Stellen an den Füßen, wenn sie barfuß durchs Gras laufen.“ Apropos: Bei Kindern sollte schon sehr früh mit einer Therapie begonnen werden. Unbehandelt kann es nicht nur zu Asthma kommen, es können sich auch Kreuzallergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten entwickeln.

Tabletten, Tropfen und mehr.
Während der Pollensaison können Medikamente, sogenannte Antihistaminika, für Linderung sorgen. Neben Tabletten, die man am besten regelmäßig einnimmt, gibt es auch Nasensprays und Augentropfen. Der Vorteil von Tabletten: Sie wirken im ganzen Körper, Tropfenhingegen lediglich dort, wo sie angewendet werden, also lokal. Fertigspritzen für den Notfall, deren Wirkung äußerst schnell eintritt, werden eher bei Insektenallergie als bei Heuschnupfen angewendet. Liegt jedoch etwa auch eine Nahrungsmittelunverträglichkeit vor, so ist es ratsam, mit dem behandelnden Arzt darüber zu sprechen.„Und dann gibt es noch Sprays, die die Atemwege erweitern und vor allem dann angewendet werden, wenn der Heuschnupfen bis in die Bronchien geht“, so Gächter.

Abgesehen von Medikamenten...
Lüften sollte man nur ganz früh am kühlen Morgen oder kurz nach dem Regen, dann ist die Pollenbelastung geringer. Ansonsten gilt: Pollen meiden – sofern das möglich ist. Und auf den Herbst warten, nicht weil die Pollensaison dann ihr Ende nimmt, sondern um sich austesten zu lassen. Johannes Gächter: „Nur wer weiß, gegen was er allergisch ist, kann etwas dagegen unternehmen.“ Etwa eineHyposensibilisierungs-Therapie: Diese kann aber eben erst im Herbst begonnen werden und da denken leider die wenigsten daran. Wir schon. In diesem Sinne: Wir lesen uns spätestens im Herbst wieder!


„Das Immunsystem kennt die Pollen, gegen die man allergisch ist. Gelangen diese durch den Atemstrom in die Nase, die Atemwege und bis in die Bronchien, folgt die allergische Reaktion.“
Dr. Johannes Gächter, FA für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde


Kontaktdaten:

Dr. Johannes Gächter
FA für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
Bahnhofstraße 39/Top 15
6900 Bregenz
T: 05574 58163
E: hno@gaechter.eu
H: www.gaechter.eu

 

Buchtipps:

„Heuschnupfen“ von Annette Kerckhoff (Verlag: Kvc; März 2005)

„Homöopathie bei Heuschnupfen“ von Jörn Dahler, Michael Teut und Christian Lucae (Verlag: Hippokrates; Dezember 2008)

„Pollenallergie, Heuschnupfen, Asthma & Co: Ganzheitlich wirksamer Schutz des Immunsystems“ von Gerhard Leibold (Verlag: Oesch; Februar 2006)

 

Weiterführende Links:

Heuschnupfen Kalender online
http://www.heuschnupfen-kalender.de/oesterreich/

Mini Med Studium: „Heuschnupfen – Mehr als nur lästig?“ von Univ.-Prof. Dr. Norbert Reider
http://minimed.at/index.php?action=9&modul=8&kat=62&thema=1093

Mini Med Studium: „Allergische Atemwegserkrankungen – Heuschnupfen und Asthma“ von Univ.-Doz. Dr. Felix Wantke
http://minimed.at/index.php?action=9&modul=8&kat=62&thema=474

Mini Med Studium: „Atemwegsallergien – Eine neue Volkskrankheit“ von  Univ.-Prof. Dr. Horst Olschewski und Prim. MR Dr. Kurt Aigner
http://minimed.at/index.php?action=9&modul=8&kat=62&thema=257


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 Ruhe! Bitte!
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Ich höre was, was du nicht hörst

Es pfeift, klingelt, summt, rauscht oder brummt im Ohr. Die einen hören das Geräusch ständig, die anderen nur ab und zu. In jedem Fall beeinträchtigt ein Tinnitus das Leben. Je früher behandelt, desto besser.

Wie sich ein Tinnitus bemerkbar macht, ist sehr unterschiedlich und laut Dr. René Summesberger, Facharzt für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, liegt gerade hier das Problem begraben: „Als behandelnder Arzt kann ich selbst das Geräusch nicht hören. Ich bin also auf die Angaben der Patienten angewiesen, auf deren subjektives Befinden.“ Etwa zehn Prozent der erwachsenen Österreicher leiden an einem Tinnitus – so wird jedenfalls geschätzt.

Auf Ursachensuche.
Viele berichten nach einem Konzert von einem hohen Pfeifen. Der Grund: Die Lärmbelastung war zu hoch, es kam zu einer Überreizung, wenn nicht sogar zu einer Schädigung der Sinneszellen im Ohr, was wiederum vom Gehirn als Pfeifen wahrgenommen wird. „Gerade ein durch Konzerte ausgelöster Tinnitus ist oft heilbar“, beruhigt Summesberger, um gleich darauf zu ergänzen: „Das Pfeifen kann aber selbstverständlich auch dauerhaft bestehen bleiben.“ Neben einer Lärmbelastung kann eine Verletzung des Trommelfells für einen Tinnitus verantwortlich sein. Ebenso ein Knalltrauma, ein Hörsturz, eine Hörminderung, eine Erkrankung des Mittelohrs oder schlichtweg ein Ohrenschmalzpfropf. „Leider“, so Summesberger, „findet man aber oft gar nichts und trotzdem klagt der Patient über ein Ohrgeräusch.“

Was kann man tun?
Liegt dem Tinnitus eine erkennbare Ursache zugrunde, so wird natürlich diese behandelt. Doch auch, wenn kein Auslöser gefunden wird, gibt es verschiedenste Behandlungsmöglichkeiten. Beispielsweise kann im Akutstadium eine durchblutungsfördernde und antientzündliche Infusionstherapie Linderung verschaffen. Der Bludenzer HNO-Arzt nimmt zudem auch den alternativmedizinischen Weg: „Ich selbst biete Akupunkturtherapie an, arbeite aber auch mit Akustikern und Psychotherapeuten zusammen.“ Die Entscheidung „Psychotherapie ja oder nein“ liegt natürlich beim Patienten, betont Summesberger, doch: „Gerade ein Tinnitus ohne erkennbare Ursache kann nicht selten zu psychosomatisch bedingten Beschwerden, wie Depressionen und dergleichen, führen.“ Zuweilen ist die gesamte Behandlung erfolgreich. Doch bedauerlicherweise nicht immer. Zum Glück gewöhnen sich – zumindest viele – Tinnitusgeplagte an das Ohrgeräusch.

Wattestäbchen-Verbot.
Vorbeugen kann man nur dem Tinnitus, dem eine erkennbare Ursache zugrunde liegt: So gilt es, extremen Lärm zu meiden oder, wenn dies nicht möglich ist, einen Lärmschutz zu tragen. Gerade Musiker bzw. Menschen, die berufsbedingt dauerhaft Lärm ausgesetzt sind, sollten sich diesen vom Akustiker anpassen lassen. Außerdem gilt: Keine Wattestäbchen benutzen! Summesberger: 
„Das Ohr putzt sich von alleine. Mit dem Wattestäbchen holt man nur die äußerste Schicht des Ohrenschmalzes heraus. Das ist, als würde man den Finger in einen Farbkübel tauchen: Die Fingerspitze ist dann zwar voll Farbe. Der Topf aber ebenso.“


„Beim Tinnitus handelt es sich nicht um eine Krankheit. Eigentlich ist es „nur“ ein Ohrgeräusch, das in unserem Gehirn entsteht. Man könnte auch sagen: Das Hirn spielt uns einen Streich.“
Dr. René Summesberger, FA für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde

 

Kontaktdaten:


Dr. René Summesberger
FA für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
Bahnhofstraße 4
6700 Bludenz
T: 05552 32183
E: hno@summesberger.at 
H: www.summesberger.at


Selbsthilfegruppe Tinnitus Dornbirn
c/o Karl-Heinz Nagel Landeszentrum für Hörgeschädigte
Feldgasse 24
6850 Dornbirn,
T: 05572 25733



Buchtipps:


„Tinnitus – Musiktherapie“ von Annette Cramer (Verlag: Trias; Oktober 2008)

„Tinnitus – Endlich Ruhe im Ohr: Ursachen erkennen und ausschalten. Die besten Therapien für Akut- und Langzeitbehandlung. Mit großem Selbsthilfeteil“ von Eberhard Biesinger (Verlag: Trias; Februar 2007)

„Tinnitus – So finden Sie wieder Ruhe: Erprobtes ganzheitliches Übungsprogramm. Neueste Fakten und Behandlungsmöglichkeiten“ von Uwe H. Ross (Verlag: GU; August 2006)



Weiterführende Links:


Vorarlberger Landeszentrum für Hörgeschädigte
http://www.vobs.at/lzh

Österreichische Tinnitus-Liga (ÖTL)
http://www.oetl.at

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 Mahlzeit! Gesundheit!
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Bewusst leben – bewusst ernähren

Im Grunde weiß jeder, wie Gesunde Ernährung „funktioniert“. Und doch klaffen Theorie und Praxis oft weit auseinander. Dabei ist es gar nicht so schwer – und auch nicht zeitraubend.

Immer wieder ist zu lesen: Fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag reichen, um den Körper mit allen wichtigen Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen sowie sekundären Pflanzenstoffen zu versorgen. Abgesehen davon, dass sich wohl einige fragen, wie sie diese Menge überhaupt zu sich nehmen sollen, müssen es gar nicht „Five a day“ sein, so Dr. Michaela Fabianek, Ärztin für Allgemeine und Alternative Medizin in Blons: „Dieser Slogan wurde kreiert, um mehr Bewusstsein für gesunde Ernährung zu schaffen.“

Ausgewogene Mischkost.
Sich gesund zu ernähren bedeutet, dass man zu Produkten greift, die der Jahreszeit entsprechen, aus heimischem Anbau stammen, schonend zubereitet und mit Genuss sowie Maß verzehrt werden. Konkret: Morgens Müsli oder Vollkornbrot, Mittags ausgewogene Mischkost. „Das heißt, zwei Mal in der Woche Fleisch, mindestens einmal Fisch, ab und zu eine süße Milchmahlzeit und ansonsten Gemüse in allen Variationen“, erklärt die Blonser Ärztin. Auf dem abendlichen Speiseplan sollte leichte Kost, jedoch keine Rohkost, stehen. Bestehen die Zwischenmahlzeiten dann noch aus Obst, könne man, so Dr. Fabianek, mit Sicherheit von einer gesunden Ernährung sprechen. 
 
Keine Zeit: Kein Argument.
Wenn einem die eigene Gesundheit und der Erhalt eben dieser am Herzen liegen, sollte man bewusst leben und sich auch dementsprechend ernähren. Dann geht es auch in Ordnung, wenn ab und zu Fertigprodukte oder Hausmannskost auf den Tisch kommen. Den Einwand, man könne einfach nicht kochen, lässt Michaela Fabianek übrigens nicht gelten: „Jeder von uns hat die Fähigkeiten und auch die Zeit, mit den heute zur Verfügung stehenden Mitteln der Küchentechnik in kurzer Zeit ein schmackhaftes Gericht auf den Tisch zu bringen.“
Die Zubereitung der Speisen ist dabei sehr wichtig, denn nur durch schonende Verarbeitung bleiben die wertvollen Vitamine und Nährstoffe in den Kohlenhydraten, Eiweißen und qualitativ hochwertigen Fetten erhalten. Vom Zusatz von Aromen rät die Allgemeinmedizinerin ab: „Unser Gaumen ist schon ganz ‚verwirrt’ vom vielen Würzen. Entsprechend produziert, hat jedes Lebensmittel seinen charakteristischen Eigengeschmack.“

Hör auf Deinen Körper!
Und dann wäre da noch die Frage: Nahrungsergänzungsmittel ja oder nein? Für Fabianek ist die Sache klar: „Wenn ich versuche, täglich Obst und Gemüse auf dem Speiseplan zu haben, kein Spitzensportler bin oder an einer schwerwiegenden Erkrankung leide, ist es nicht nötig, Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen.“ Überhaupt sollte man sich weniger Gedanken über empfohlene Nährstoffmengen machen, sondern vielmehr dem eigenen Körper vertrauen. „Er sagt einem nämlich genau, was auf dem Speiseplan stehen soll“, so die Ärztin.


„Nimm dir Zeit und nicht das Leben! Gesunde Ernährung bedeutet: Ich bin es mir wert, Zeit für eine frisch zubereitete Mahlzeit aufzubringen und diese in Ruhe und mit Genuss zu mir zu nehmen.“
Dr. Michaela Fabianek, Ärztin für Allgemeine und Alternative Medizin

 

Kontaktdaten:

Dr. Michaela Fabianek
FA für Allgemeine und Alternative Medizin
Kirchdorf 95
6723 Blons
T: 05553 8102400
E: praxis@dr-fabianek.at
H: www.dr-fabianek.at 

 

Buchtipps:


„Die Kunst stillzusitzen: Ein Skeptiker auf der Suche nach Gesundheit und Heilung“ von Tim Parks (Verlag: Kunstmann; September 2010)

„Das Spiel des Lebens: Wie Wünsche wahr werden“ von Maya Brunold (Verlag: Books on Demand; Dezember 2009)

„Wer gesund stirbt, hat mehr vom Leben“ von Siegfried Meryn und Christian Skalnik (Verlag: Ecowin; Jänner 2009)

„Das Antikrebs-Buch. Was uns schützt: Vorbeugen und Nachsorgen mit natürlichen Mitteln“ von David Servan-Schreiber (Verlag: Goldman; Februar 2010)

„Milde Ableitungsdiät nach F.X. Mayr“ – Ein Kochbuch von Erich Rauch und Peter Mayr (Verlag: Trias; Februar 2011)



Weiterführende Links:


Internationale Gesellschaft der MAYR-Ärzte
http://www.fxmayr.com

Alpengasthof Bad Rothenbrunnen in Sonntag im Gadental in der Kernzone des Biosphärenparks: Unter der Leitung von Dr. Michaela Fabianek finden im Kurhotel Bad Rothenbrunnen F.X. Mayr-Kurwochen statt. Der nächste Termin: 14. bis 23. April 2011
http://www.rothenbrunnen.at

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 Auf zum Glück
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Vom Glücksmoment zum Lebenssinn

Das Glück ist ein Vogerl und jeder Mensch muss sein ganz eigenes Vogerl finden. Über die Suche nach dem ganz persönlichen Lebenssinn, der zufrieden und, ja, auch glücklich macht.


Glück hängt sehr stark mit den Lebensinhalten und dem Lebenssinn zusammen und diese sind nun mal von Mensch zu Mensch verschieden“, sagt Dr. Helmut Klien, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie. Als Schüler von Viktor Frankl, dem Begründer der Existenzanalyse, der sich Zeit seines Lebens mit der Sinnfindung befasst hat, ist Klien der Meinung, dass jeder Mensch das Bedürfnis nach dem Sinn im eigenen Leben hat.

Der Weg ist das Ziel.
Dennoch sucht man erst dann Hilfe, wenn das Glück bereits abhanden gekommen ist. Für den Dornbirner Psychiater ist das keine große Überraschung: „Immerhin ist es keine Krankheit, wenn man das Glück nicht findet. Sehr wohl gibt es aber Krankheiten, die Glück verhindern. Als Psychiater ist es meine Aufgabe, diese Hindernisse wegzuschaffen.“ Das Ziel einer Therapie kann aber nie das Glück sein, nicht zuletzt da dieses von vielen Faktoren abhängt. Ein Beispiel: Man erklimmt den Gipfel eines Berges in der Hoffnung, dort das Glück zu finden. Oben angekommen schmerzt der Kopf und vom Glück ist weit und breit keine Spur. Und wie findet man dann das Glück? „Im Weg. Im Sinn, der hinter der Wanderung auf die Bergspitze, steckt. Der Grund für das Glücksgefühl ist weitaus wichtiger als das Gefühl selbst“, erklärt Dr. Klien.

Zufrieden und selbstbestimmt.
Wenn es um das Glück geht, spielt auch die Zufriedenheit eine wesentliche Rolle. Man setzt sich ein Ziel, erreicht dieses, ist zufrieden und auch glücklich. Allerdings wird der Mensch wohl nie wunschlos glücklich sein, denn nach ein gewiesen Zeit der Zufriedenheit, wird er ein neues Ziel anpeilen und das ist auch gut so. Wichtig ist aber, dass man sich erreichbare Ziele vornimmt und, dass es sich dabei nicht um Ziele handelt, die von außen, von der Gesellschaft vorgegeben werden, betont Klien: „Man muss natürlich wissen, was man will und auch was man kann. Man muss auf sich selbst hören. Dazu braucht es Mut.“

Ziel: Lebenssinn.
Schon der römische Dichter Juvenal sagte: „In einem gesunden Körper wohnt doch ein gesunder Geist“. Ebenso gilt: Sind wir glücklich, fühlen wir uns auch körperlich wohl. Die Erklärung dafür ist im Grunde simpel: Der Mensch ist eine Einheit. Da also körperliches und psychisches Wohlbefinden eng verknüpft sind, ist es umso wichtiger, für sich selbst den Sinn des Lebens zu finden und auf dem Weg dorthin Etappenziele zu erreichen, die einen zufrieden und eben auch glücklich machen.  


„Der Mensch hat Gott sei Dank eine gewisse Fähigkeit, glücklich zu sein. Den Sinn seines Lebens findet er, wenn er auf seine innere Stimme hört und sich erreichbare Ziele setzt.“
Dr. Helmut Klien, FA für Psychiatrie und Neurologie

 

Kontaktdaten:

Dr. Helmut Klien
FA für Psychiatrie und Neurologie, Psychotherapeut
Bahnhofstraße 26
6850 Dornbirn
T: 05572 24510

E: praxis@dr-klien.com
H: www.dr-klien.com

 

Buchtipps:

„Glück“ von Matthieu Ricard – Zitat: „Glück ist kein Zufall, sondern jeder kann es erlernen“ (Verlag: Knaur TB; Februar 2009)

„Glück kommt selten allein ...“ von Eckart von Hirschhausen, Arzt, Kabarettist und Schriftstellers (Verlag: Rowohlt; Februar 2009)

„Glück: Alles, was Sie darüber wissen müssen, und warum es nicht das Wichtigste im Leben ist“ von Wilhelm Schmid (Verlag: Insel; Juli 2007)

„Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück“ von Francois Lelord (Verlag: Piper; Oktober 2006)

 

Weiterführende Links:


PsychoTipps: Wege zum Glücklichsein
http://www.psychotipps.com/Glueck.html

Glücksarchiv: Alles zum Thema „Glücklich sein“
http://www.gluecksarchiv.de

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 Schleudertrauma
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Die Gewalt im Nacken

Auffahrunfälle passieren schneller als man denkt. Nicht selten folgt ein Schleudertrauma. Nach wenigen Wochen sollte der schmerzhafte Spuk aber wieder vorbei sein.


Man steht mit seinem Auto an der Kreuzung. Nichtsahnend. Und dann kracht’s: Der von hinten kommende Fahrer hat die rote Ampel übersehen oder zu spät erblickt. Wie auch immer, er knallt auf den eigenen PKW. Einige Stunden später schmerzt der Nacken, der Hals wird steif, eventuell gesellen sich auch noch Kopfschmerzen hinzu. Diagnose: Schleudertrauma. Abgesehen vom „Klassiker“ Auffahrunfall, kann auch ein Sportunfall, etwa beim Schifahren, eine derartige Verletzung nach sich ziehen. Primar Univ. Prof. Dr. Karl Benedetto, Leiter der Unfallchirurgie am LKH Feldkirch: „Durch eine plötzlich einwirkende Gewalt – sei es von hinten oder von der Seite – wird das Kopf-Hals-Segment gegenüber dem festen Oberkörper beschleunigt, so dass daraus ein klassisches Schleudertrauma der Halswirbelsäule resultiert.“

Langer oder kurzer Hals?
Ein Schleudertrauma – auch Peitschenschlagsyndrom genannt – ist eine Verletzung der Weichteile an der Halswirbelsäule und tritt mit unterschiedlichen Schweregraden auf: von einer leichten Zerrung der Muskulatur im Nackenbereich bis hin zu einer Veränderung im Bereich der Bandscheiben oder sogar Wirbelbrüchen. Wie folgenschwer die Verletzung ist, hängt natürlich von der Stärke der eintretenden Gewalteinwirkung ab, aber auch von der muskulären Anspannung während des Unfalls und vom allgemeinen Zustand der Muskulatur. Zudem spielen angeborene Unterschiede eine entscheidende Rolle, erklärt Primar Benedetto: „Ein langer Hals bedeutet mehr Mobilität und somit eine größere Verletzungsgefahr. Stämmige Menschen haben einen kürzeren Hals bzw. einen Stiernacken und sind daher eher geschützt.“

Ruhigstellen und ab zum Arzt!
Wie aber sollte der Verunfallte reagieren? In erster Linie muss der Halsbereich ruhig gestellt werden, danach gilt es, einen Arzt aufzusuchen – und zwar nicht nur wenn Fremdverschulden vorliegt und ein Attest für die Versicherung benötigt wird. Die Behandlung erfolgt je nach Schweregrad: „Bei leichten Verletzung reicht es, den Nacken kurzfristig ruhig zu stellen. In manchen Fällen werden auch entzündungshemmende Medikamente verschrieben“, erklärt Unfallchirurg Benedetto. Genaue Angaben über die Dauer der Genesung kann Primar Benedetto nicht machen: „Das ist sehr unterschiedlich. Allerdings dauert es erfahrungsgemäß länger, wenn Fremdverschulden vorliegt.“

Schleudertrauma-Syndrom.
Langzeitschäden treten nur äußerst selten auf, beruhigt Karl Benedetto: „Das hängt sicherlich damit zusammen, dass wir hierzulande sehr schnell mit einer Physiotherapie anfangen, wenn sich nach wenigen Tagen keine Besserung abzeichnet.“ Klagt der Patient allerdings auch nach mehreren Wochen noch über Schmerzen, muss neurologisch und mittels MRT abgeklärt werden, woran es liegt.
Am besten wäre natürlich, man würde von vornherein Unfälle, die ein Schleudertrauma nach sich ziehen können, vermeiden.


„Je nach Schweregrad des Schleudertraumas, sollten Schmerzen und Nackensteife nach wenigen Tagen oder Wochen abklingen.“
Primar Dr. Karl Benedetto, Unfallchirurgie am LKH Feldkirch
 


Kontaktdaten:


Primar Univ. Prof. Dr. Karl Benedetto
FA für Unfallchirurgie
Leiter der Unfallchirurgie am LKH Feldkirch
West-Trakt
Carinagasse 47
6800 Feldkirch
T: 05522 303-1100
H: www.khbg.at/feldkirch/unfallchirurgie

 

Buchtipps:

„Schleudertrauma. Das unterschätzte Risiko“ von Renata Huonker-Jenny (Verlag: Rüffer & Rub; September 2010)

„Schleudertrauma“ von Horst Kraemer und Astrid Wichmann (Verlag: Orell Fuessli; September 2006)

„Schwachstelle Genick: Wie große und kleine Unfälle in Beruf und Freizeit Ihre Halswirbelsäule zum unaufhaltsamen Krankheitsgenerator machen“ von Bodo Kuklinski und Anja Schemionek (Verlag: Aurum im Kamphausen Verlag; November 2006)

 

Weiterführende Links:


Netdoktor.at: Rund um das Schleudertrauma
http://www.netdoktor.at/krankheiten/fakta/schleudertrauma.htm

„Schleudertrauma und seine Folgen“:
Auf der Homepage der Gesundheitsplattform www.forumgesundheit.at der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse.
http://www.forumgesundheit.at/portal27/portal/forumgesundheitportal/channel_content/cmsWindow?p_tabid=4&p_menuid=63348&action=2&p_pubid=636219

„Halskrause oft überflüssig“: Artikel vom 26. Jänner 2011 auf derstandard.at
http://derstandard.at/1295570857581/Schleudertrauma-Halskrause-oft-ueberfluessig

Mini Med Studium:
Heilen mit den Händen – Osteopathie und Chiropraktik
http://minimed.at/index.php?action=9&modul=8&kat=43&thema=645
 

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 Entzündete Bindehaut
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Die mit Abstand häufigste Augenerkrankung. Richtig behandelt, heilt eine Bindehautentzündung bald ab. Tut man aber nichts, wird das Auge unnötig strapaziert, wenn nicht sogar geschädigt.  

Die Augen schmerzen, tränen und jucken, sind gerötet und mitunter auch lichtempfindlich, manchmal wird ein schleimiges, eitriges Sekret abgesondert, am Morgen bekommt man die Lider nicht mehr auseinander, weil sie verklebt sind und nicht selten fühlt es sich an, als hätte man einen Fremdkörper im Auge. Derartige Beschwerden deuten auf eine Bindehautentzündung hin. Die Ursachen für eine Konjunktivitis, so der Fachausdruck, sind zahlreich, weiß Dr. Oliver Schuff, Facharzt für Augenheilkunde in Wolfurt: „In den meisten Fällen wird sie durch Bakterien oder Viren ausgelöst, aber auch mangelnde Flüssigkeitsbenetzung des Auges sowie allergische Reaktionen können dahinter stecken.“ Manchmal wird eine Bindehautentzündung auch durch äußere Reize, wie etwa Rauch, Wind, trockene Luft oder sonstige Umwelteinflüsse, ausgelöst.

Ab zum Augenarzt!
Bei geröteten Augen sollte man immer einen Augenarzt aufsuchen. Es gilt nämlich, andere Ursachen, wie beispielsweise der Grüne Star, auszuschließen. Treten weitere bzw. oben genannte Symptome auf, ist der Gang zum Facharzt unerlässlich – eine unbehandelte Bindehautentzündung kann das Auge unnötig strapazieren oder gar schädigen, bei schweren Verläufen unter Beteiligung der Hornhaut kann eine Beeinträchtigung des Sehvermögens nicht ausgeschlossen werden. „Im Normalfall heilt eine Konjunktivitis allerdings innerhalb von ein bis zwei Wochen ab“, beruhigt der Wolfurter Augenarzt. Und: „War nur die Bindehaut von der Entzündung betroffen, so ist nicht mit Folgen für das Augenlicht zu rechnen.“

Tropfen und Salben.
Behandelt wird je nach Ursache: So helfen etwa antibiotische Augentropfen oder -salben bei einer bakteriellen Konjunktivitis, bei einer allergischen Bindehautentzündung kommen antiallergische Augentropfen zum Einsatz. Überdies sollten jene Substanzen, welche die Allergie auslösen, gefunden und, wenn möglich, gemieden werden. „Bei einer durch einen Virus bedingten Konjunktivitis ist die ursächliche Behandlung meist nicht möglich. Schleimhautabschwellende Tropfen können die Beschwerden jedoch lindern“, erklärt Dr. Schuff.

Was man selbst tun, aber auch lassen sollte.

Eine wichtige Rolle spielt die Hygiene – vor allem bei infektiösen Bindehautentzündungen, da diese ansteckend sind. Das heißt: Hände waschen, Körperkontakt vermeiden, eigene und frische Handtücher verwenden usw. Überdies ist es ratsam, auf Augen-Make-up zu verzichten und grelles Sonnenlicht sowie Wind zu meiden. Und auch das Tragen von Kontaktlinsen sollte man lieber bleiben lassen, da diese die Bindehaut immer wieder reizen können.
Vorbeugen kann man leider nicht. Einzige Ausnahme: die allergische Konjunktivitis. Schuff dazu: „Durch Meidung des Allergens und Einnahme von Antihistaminika kann eventuell vorgebeugt werden.“ Und bei trockenen Augen vermögen künstliche Tränen, das Risiko einer Entzündung der Bindehaut zumindest zu verringern.


„Bei geröteten Augen sollte man stets ein Augenarzt konsultieren. Insbesondere, wenn weitere Symptome, wie Schmerzen, Jucken, Lichtempfindlichkeit oder Eiter auftreten.“
Dr. Oliver Schuff, FA für Augenheilkunde und Optometrie

 

Kontaktdaten:


Dr. Oliver Schuff
FA für Augenheilkunde und Optometrie
Augenordination Hofsteig
Unterlinden 24
6922 Wolfurt
T: 05574 64862
E:
info@augen-hofsteig.at
H: www.augen-hofsteig.at

 

Buchtipps:


„Heile Deine Augen: Bewährte Methoden der Naturheilkunde bei Augenkrankheiten und Sehstörungen“ von Andreas Nieswandt und Klaus Kleiber (Verlag: VerlagM; September 2008)

„Das andere Augenbuch: Seele und Sehen - ein Leitfaden für Betroffene“ von Ilse Strempel (Verlag: Kvc Verlag, Rottenburg; Jänner 2006)

 

Weiterführende Links:


Gesundheitsportal onmeda.de Rund um die Bindehautentzündung
http://www.onmeda.de/krankheiten/augenerkrankungen/a-z/bindehautentzuendung.html

konjunktivitis.net: Website rund um die Entzündung der Bindehaut
http://www.konjunktivitis.net

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 Haare lassen
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Der Mensch verliert täglich bis zu 100 Haare. Sind es mehr, gilt es die Ursachen für den kranhaften Haarausfall zu finden.

Der Mensch hat zwischen 100.000 und 150.000 Kopfhaare und täglich verliert er „ein Büschel“ davon. Diesen natürlichen Haarausfall von bis zu 100 Haaren pro Tag nennt man „Mauserung“. Fallen mehr Haare aus, spricht man von krankhaftem Haarausfall. Ausnahmen bestätigen jedoch auch hier die Regel: „Etwa bei Neugeborenen, circa ab der achten Woche, kann es zum physiologischen Effluvium – so wird Haarausfall in der Fachsprache genannt – kommen“, erklärt Dr. Manfred Hinteregger, Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten in Bregenz. Normal ist stärkerer Haarausfall bei jungen Menschen nach der Pubertät oder bei älteren Menschen durch Alterung der Haarfollikel.

Kann viele Ursache haben.
Krankhafter Haarausfall ist unter anderem auf schweren Blutverlust, hohes Fieber, schwere akute Infektionen, Schockzustände, Systemkrankheiten, Schilddrüsenunter- sowie Schilddrüsenüberfunktionen oder eine Vielzahl von Medikamenten zurückzuführen. Überdies spielt laut Hinteregger die Ernährung eine wichtige Rolle: „Forcierte Diäten sowie der Mangel von Proteinen, Eisen, Zink oder Vitaminen, wie beispielsweise Folsäure oder das Vitamin B 12, können Haarausfall verursachen.“ Ebenso Infektionen im Bereich des Haarfollikels oder übermäßige Traktion, also intensives Frisieren, das ständige Tragen eines Gummibandes oder stetiger Druck, etwa durch Kopfbedeckungen oder Perücken. Außerdem kann Wärme, beispielsweise durch einen Fön, ein Glätteisen oder auch durch die Sonne, eine schädigende Wirkung auf den Haarschaft haben und somit Haarausfall bedingen.

Was hilft wirklich?
In den meisten Fällen helfen Medikamente nicht im Kampf gegen übermäßigen Haarausfall. „Daher müssen die Ursachen behoben bzw. die zugrundeliegenden Störungen behandelt werden“, betont der Bregenzer Hautarzt. Es gilt also, auf eine ausgewogene, gesunde und vitaminreiche Ernährung zu achten, die Haare vor Hitze zu schützen, sie nur leicht zu kämmen und lange Haare öfters auch offen über die Schultern fallen zu lassen. Eine Ausnahme stellt der genetisch bedingte Haarausfall dar: Abgesehen davon, dass hier medikamentöse Therapien angewendet werden können, besteht auch die Möglichkeit der Eigenhaartransplantation. Hinteregger: „Am Hinterkopf werden kleine Haarbüschel ausgestanzt, in ein zuvor ausgestanztes Loch im kahlen Areal wieder eingesetzt, wo sie in der Folge einwachsen. Von Kunsthaartransplantationen ist aufgrund der hohen Komplikationsraten dringend abzuraten.“

Wenn Frauen Haare lassen.
Krankhafter Haarausfall bei Frauen ist meist auf einen Eisenmangel oder Schilddrüsenstörungen zurückführen. Außerdem kann es bei Frauen nach der Geburt, nach Absetzen der Pille oder bei zu starken Monatsblutungen zu übermäßigem Verlust der Haarpracht kommen. „Auch in den Wechseljahren verlieren nicht wenige Frauen mehr Haare als üblich und zwar als Folge des relativen Überwiegens männlicher Sexualhormone“, so Manfred Hinteregger.


„Mit zunehmendem Alter ist Haarausfall auch bei Frauen normal, etwa in den Wechseljahren. Zur Kahlköpfigkeit kommt es aber nur sehr selten.“
Dr. Manfred Hinteregger, FA für Haut- und Geschlechtskrankheiten

 

Kontaktdaten:

Dr. Manfred Hinteregger
FA für Haut- und Geschlechtskrankheiten
Arlbergstraße 119/Top 22
6900 Bregenz
T: 05574 76506
E:
manfred@hinteregger.at
H: www.hinteregger.at/hautarzt 
 

 

Buchtipps:

„Haarausfall natürlich heilen: Das Geheimnis schöner und gesunder Haare“ von Brigitte Hamann (Verlag: Kopp, Rottenburg; November 2009)

„Nachwuchs für die Haare: Genetisch bedingter Haarausfall – Erfolgreiche Hilfe für bedrohte Köpfe  Erlebnis-Progammierung“ von Juern Steinhardt (Verlag: Books on Demand; Mai 2008)

 

Weiterführende Links:

Haarausfall.net: Informationen zum Thema Haarausfall
http://www.haarausfall.net/

haarausfall24.com: Der Ursache auf der Spur...
http://www.haarausfall24.com/

10 Tipps gegen den gefürchteten Haarausfall (Artikel auf vol.at)
http://www.vol.at/news/welt/artikel/10-tipps-gegen-den-gefuerchteten-haarausfall/cn/news-20101117-11491075

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 Gestörter Schlaf
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Wenn ich nur schlafen könnte. Schlafstörungen mindern die Lebensqualität. Schlafhygiene, eine behagliche Schlafumgebung und der Weg zum Arzt können helfen.

Manche Menschen können nicht einschlafen, manche nicht durchschlafen, manche wachen sehr früh auf und wälzen sich im Bett herum, bis sie „endlich“ aufstehen dürfen. Wer subjektiv das Gefühl hat, schlecht zu schlafen und am Morgen nicht erholt aufzuwachen, leidet an einer Schlafstörungen. Die Ursache dafür können vielfältig sein, betont Dr. Siegfried Hartmann, Arzt für Allgemeinmedizin in Rankweil: „Im Großen und Ganzen können Schlafstörungen von außen bedingt sein, psychische Gründe haben oder auf körperliche Erkrankungen zurückgeführt werden.“

Auf Ursachensuche.
Dauern die Schlafstörungen bereits geraume Zeit an, ist deren Grund nicht erkennbar und beeinträchtigen sie spürbar die Lebensqualität, sollte der Weg zum Arzt nicht zu weit sein. Ärzte und Psychotherapeuten mit schlafmedizinischen Fachkenntnissen können Diagnosen unmittelbar und ausschließlich aufgrund der gesundheitlichen Vorgeschichte stellen. Vom Griff zu schlafanstoßenden Medikamenten – die Schlaftablette an sich gibt es gar nicht mehr – wird wegen des hohen Abhängigkeitspotenzials abgeraten. Kurzfristig und bei leichten Störungen können pflanzliche Medikamente etwa mit Hopfen, Baldrian helfen. Prinzipiell gilt jedoch: Ursache suchen – Störung beheben. „Übrigens kann man oft auch selbst durch Verhaltensänderungen zur Verbesserung beitragen und einer Chronifizierung vorbeugen“, so der Allgemeinmediziner.

Schlaf pflegen.
Abgesehen davon sollte man auf die Schlafhygiene achten: Große Mahlzeiten und übermäßigen Alkoholkonsum vermeiden, bevor man Schlafen geht. Probleme oder Konflikte nicht mit ins Bett nehmen bzw. den Lösungsversuch ganz bewusst auf einen anderen Zeitpunkt, etwa den nächsten Tag, verschieben. Außerdem helfen Schlafrituale, Entspannungsübungen, ein Abendspaziergang und der Grundsatz „Erst zu Bett, wenn man wirklich müde ist“. Was aber, wenn man partout nicht einschlafen kann? Hartmann: „Dann steht man wieder auf, geht in ein anderes Zimmer und erst wieder ins Bett, wenn man müde ist.“ Auch eine behagliche Schlafumgebung trägt zum guten Schlaf bei: So sollte im Schlafzimmer etwa eine Temperatur zwischen 15 und 18 Grad herrschen, Lärm und Licht vermieden werden und ein Bett mit qualitativ hochwertigem Lattenrost sowie mittelweicher Matratze stehen.

Aus negativ wird positiv.

Leider machen sich Betroffene oft schon am Abend Sorgen, ob sie ein- oder durchschlafen können. Doch je negativer das nicht oder nicht wieder Einschlafen-können empfunden wird, umso eher wird dieses verhindert. Daher sollten derart negative Gedanken aufgelöst werden: „Man kann sich beispielsweise sagen: ‚Es ist angenehm im Bett. Ich ruhe mich auch aus, wenn ich wach bin. Ich muss noch nicht aufstehen, um zu arbeiten.’ Durch solch positive, angenehme Gedanken, kommt der Schlaf oft wie von selbst wieder“, erklärt Hartmann.


„Laut Schlafforschern ist das Fernsehen, aber auch das Lesen im Schlafzimmer bzw. im Bett nicht schlaffördernd. Im Schlafzimmer soll man sich lieben und schlafen, mehr nicht.“
Dr. Siegfried Hartmann, Arzt für Allgemeinmedizin

 

Kontaktdaten:

Dr. Siegfried Hartmann,
Arzt für Allgemeinmedizin
Zehentstraße 17
6830 Rankweil
T: 05522 41100

 

 Buchtipps:

„Die kleine Schlafschule: Wege zum guten Schlaf“ von Jürgen Zulley und Barbara Knab (Verlag: Herder; neu überarbeitete Ausgabe erscheint am 8. Februar 2011)

„So schlafen Sie gut!“ von Jürgen Zulley (Verlag: Zabert Sandmann GmbH; Juli 2008)

„Wege in die Entspannung + Gesunder Schlaf“ – Audio-Book mit Audio-CD mit Übungen zur Atementspannung, Muskelentspannung und Visualisierung. Von Ralf Maria Hölker (Verlag: Kölner Institut für Stressverminderung; Juli 2007)

 

Weiterführende Links:

Schlaflabor am Landeskrankenhaus Hohenems:
http://www.khbg.at/hohenems/pulmologie/index.php?v_id=0bf29ab7a246711c6d4dccfd2aa00de1

Initiative Gesunder Schlaf – Frisch in den nächsten Tag
http://www.gesunder-schlaf.at

Österreichische Gesellschaft für Schlafmedizin und Schlafforschung (ÖGSM)
http://www.schlafmedizin.at

Mini Med Studium: „Erholsame Nächte, erfolgreiche Tage – Lebenselixier Schlaf und seine Störungen“, Vortrag von OA Dr. Christoph Röper, OA Dr. Rudolf Schwarz und Ass. Dr. Gerhard Kos
http://minimed.at/index.php?action=9&modul=8&kat=63&thema=386

Mini Med Studium: zum selben Thema: Univ.-Prof. Dr. Gerda Saletu-Zyhlarz
http://minimed.at/index.php?action=9&modul=8&kat=63&thema=526

Mini Med Studium: „Schlafe ich gesund? Von der Schlafhygiene bis zu Schlafstörungen?“, Vortrag von OA Dr. Angelika Kugi
http://minimed.at/index.php?action=9&modul=8&kat=32&thema=249

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 Wenn Harn ungewollt fließt
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Inkontinenz beeinträchtigt das Leben der darunter leidenden Menschen nicht nur physisch, sondern auch psychisch massiv.


Menschen, die ungewollt Harn verlieren, leiden an Inkontinenz. Für Betroffene – und davon gibt es mehr als man denkt – ist dies eine immense Belastung. Einerseits körperlich, immerhin ist der Intimbereich ständig feucht, wenn nicht sogar nass. Andererseits ist es aber auch psychisch extrem schmerzlich, weiß Dr. Patrick Rein, Facharzt für Urologie: „Die Haut weicht auf und man muss Windeln tragen. Außerdem neigt Harn dazu zu stinken, was natürlich einmal mehr unangenehm ist.“

Unterschiedliche Ursachen...
Im Großen und Ganzen werden zwei Formen unterschieden: Verliert man etwa beim Husten oder Heben schwerer Lasten Harn, spricht man von Belastungsinkontinenz. „Bei der Dranginkontinenz handelt es sich hingegen um eine sehr überaktive Blase. Der Weg zur Toilette ist zu weit, der Harn geht schon davor ab“, erklärt Patrick Rein. Bei Frauen, die oft aufs WC müssen, den Drang aber zurückhalten können, spricht man aber nicht von Inkontinenz, sondern von einer überaktiven Blase im eigentlichen Sinn. Leider haben Frauen ein höheres Risiko, inkontinent zu werden, welches durch Geburten, Zuckerkrankheit, Blasenentzündungen, chronischen Husten, Verstopfungen, Multiple Sklerose oder Demenz zusätzlich gesteigert wird. Männer leiden meist unter einer Belastungsinkontinenz. Rein: „Ursachen können Operationen an der Prostata sein, aber auch eine vergrößerte Prostata.“

...unterschiedliche Behandlung.
Durch Beckenbodentraining können Frauen die Funktion ihres Schließapparates wesentlich verbessern. Dabei ist es jedoch wichtig, dass das beim Physiotherapeuten erlernte Programm auch zuhause konsequent fortgeführt wird. Handelt es sich um eine Dranginkontinenz, kann diese medikamentös, in seltenen Fällen auch operativ, behandelt werden. Auch bei Männern wird ursachenbedingt vorgegangen, betont Dr. Rein: „Ist die Inkontinenz etwa auf ein Prostataleiden zurückzuführen, so muss dieses behoben werden.“ Vorbeugen kann man unglücklicherweise nicht – abgesehen davon, dass Übergewicht vermieden werden sollte und dass Frauen nach einer Geburt ihren Beckenboden trainieren sollten.

Kinder machen ins Bett.
Ob es sich bei Bettnässen um Inkontinenz handelt, hängt vom Alter ab: Bis zu einem bestimmten Alter ist das unwillkürliche Ablassen von Harn nämlich ganz natürlich. „Kinder müssen erst lernen, die Kontrolle über das Harnlassen zu gewinnen. Daher werden Kinder auch frühestens ab dem fünften Lebensjahr behandelt“, weiß der Dornbirner Urologe. Die Behandlung von Kindern ist allerdings nicht ganz leicht, denn die kleinen Patienten können ihre Beschwerden nicht gut in Worte fassen. Viel Zeit nimmt sich Rein daher für die Diagnose: „Sobald die Ursachen geklärt sind, kann kindliche Inkontinenz entweder mit Medikamenten, die das Wasser im Körper halten, behandelt werden oder durch sogenannte Bettnässer-Warngeräte.“


„Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Außerdem steigt das Risiko mit zunehmendem Alter – vor allem bei Frauen. Das hängt mit der schwächer werdenden Muskulatur zusammen.“
Dr. Patrick Rein, FA für Urologie

 

Kontaktdaten:

Dr. Patrick Rein, FEBU
Facharzt für Urologie
Am Kehlerpark 2, 2. Stock
6850 Dornbirn
T: 05572 398099 - 20
E:
ordination@urologie-rein.at
H: www.urologie-rein.at 

Praxis am Kehlerpark
...vereint mehrere medizinische Fachrichtungen unter einem Dach. Neben Dr. Patrick Rein als Facharzt für Urologie ordinieren zwei Internisten, ein Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie zwei Physiotherapeutinnen.

Am Kehlerpark 2, 2. Stock
6850 Dornbirn
T: 05572 398066
H:
www.praxis-am-kehlerpark.at

 

Buchtipps:

„Volkskrankheit Harninkontinenz. Das Selbsthilfe-Buch: Mit Übungs-CD“ von Prof. Dr. Stefan Corvin und Dr. Hauke Hammerl (Verlag: Mankau; Mai 2010)

„Inkontinenz: Fragen und Antworten“ von Frank Perabo und Stefan C. Müller (Deutscher Ärzte-Verlag; Februar 2009)

„Beckenbodentraining für Männer: Harninkontinenz und Erektionsstörungen mindern und überwinden“ von Ute Michaelis (Verlag: Elsevier; Dezember 2009)

„Beckenboden: Wie Sie den Alltag zum Training nutzen“ von Irene Lang-Reeves (Verlag GU – Gräfe & Unzer; März 2007)

„Beckenboden. Das Training für mehr Energie (inkl. Übungs-CD)“ von Irene Lang-Reeves und Thomas Villinger (Verlag GU – Gräfe & Unzer; Februar 2002)

 

Weiterführende Links:

Inkontinenz Selbsthilfe e.V.: Helfen, Informieren und Fördern
http://www.inkontinenz-selbsthilfe.com

MKÖ – Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich: Potenzprobleme deutscher Männer
http://www.inkontinenz.at

Mini Med Studium: „Die Blase – Harninkontinenz und Bettnässen“, Vortrag von OA. Dr. Josef Pointner und Dr. Patrick Rein
http://minimed.at/index.php?action=9&modul=8&kat=54&thema=813

Mini Med Studium: „Die Blase – Harninkontinenz und Bettnässen: Ursachen und neueste Therapiemöglichkeiten“, Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Günter Janetschek, Dr. Susanne Ribeiro, Prim. Univ.-Prof. Dr. Günther Schimpl und Dr. Reinhold Posch-Zimmermann
http://minimed.at/index.php?action=9&modul=8&kat=54&thema=701

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 Baby unterwegs
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Gesunde Schwangerschaft: Was ist gut für mich und das Baby: Darf ich...? Darf ich nicht...? Soll ich...? Soll ich nicht...?


Nur weil man schwanger ist, muss man sein Leben nicht komplett umstellen. Schließlich ist man nicht krank, sondern „in anderen Umständen“. Schwangere Frauen müssen auch nicht für zwei essen. Dies ist, laut Dr. Susanne Hämmerle, Oberärztin für Frauenheilkunde- und Geburtshilfe am Krankenhaus Dornbirn, eine überholte Ansicht: „Der tägliche Energiebedarf steigt erst ab dem vierten Monat mäßig an, circa um 250 Kalorien täglich. Schwangere sollten nicht doppelt so viel, sondern doppelt so gut essen und sich ausgewogen, abwechslungsreich und gesund ernähren. Qualität vor Quantität eben.“ Kurz und gut: viel frisches Obst und Gemüse, Fisch, nicht allzu fettes Fleisch, eher magere Milchprodukte sowie hochwertige Fette essen.

Vitamine, Nährstoffe und viel trinken.
Schwangere haben allerdings einen erhöhten Bedarf an den Vitaminen B1, B6, D, A und C sowie an den Mineralien, Magnesium, Kalzium, Eisen und Jod (Details dazu auf
www.arztinvorarlberg.at). Außerdem ist es wichtig, dass man während der Schwangerschaft ausreichend trinkt, am besten zwei bis drei Liter am Tag. Als gute Durstlöscher gelten Leitungs- und Mineralwasser oder ungezuckerte Kräuter- und Früchtetees. „Der Genuss von Kaffee und Schwarztee sollte sich im Rahmen halten, das heißt, nicht mehr als ein bis zwei Tassen pro Tag“, so Hämmerle. Ein absolutes „No-Go“ ist Alkohol. Schon geringe Mengen können negative Auswirkungen auf die Entwicklung des ungeborenen Kindes haben.

Gutes Immunsystem.
„Bei unauffällig verlaufenden Schwangerschaften ist moderate Sportausübung und Bewegung nicht nur erlaubt, sondern durchaus empfehlenswert“, erklärt die Dornbirner Gynäkologin. Schwimmen, Aquajogging, Spaziergänge an der frischen Luft, Laufen, aber auch Joggen, Radfahren, Tanzen oder Golfen werden empfohlen. Hingegen sollten Leistungssport, Wettkämpfe, hartes Ausdauertraining und Basket- oder Handball – aufgrund der Verletzungsgefahr – vermieden werden.
Gesunde Ernährung und Bewegung stärken zudem das Immunsystem und helfen somit, Krankheiten vorzubeugen. Nichtsdestotrotz kann es auch Schwangere einmal erwischen. Susanne Hämmerle: „Selbst bei rezeptfreien Erkältungsmittel sollte vorher das Okay des Arztes eingeholt werden. Bei Halsschmerzen, Husten und Schnupfen helfen bewährte Hausmittel, wie Wickel, Tees oder Inhalieren. Bei länger anhaltendem Fieber oder auch bei sehr hohem Fieber führt nichts daran vorbei, einen Arzt aufzusuchen.“

Entspannen Sie sich.
Übrigens spielt auch das Stresslevel eine wichtige Rolle. Starke seelische Belastungen bzw. psychischer Stress schwächen nicht nur das Immunsystem der werdenden Mutter, sondern können auch Schwangerschaftskomplikationen oder ein niedriges Geburtsgewicht begünstigen. Zur Stressvermeidung und -bewältigung eignen sich Entspannungstechniken und regelmäßige Ruhepausen. „Wenn die werdende Mutter entspannt ist, geht es auch dem Baby gut“, betont Hämmerle.


„Schwangere sollten auf ihren Körper hören, einen gesunden Lebensstil pflegen, sich ausreichend bewegen und sich ausgewogen ernähren. Im Grunde sollte dies aber jeder von uns tun.“
Dr. Susanne Hämmerle, OÄ für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

 

Kontaktdaten:

Dr. Susanne Hämmerle
Oberärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Krankenhaus Dornbirn
Lustenauerstraße 4
6850 Dornbirn
T: 05572 303 2403
E:
susanne.haemmerle@dornbirn.at  

 

Buchtipps:

„Alles über meine Schwangerschaft Tag für Tag“, von Dr. Maggie Blott (Verlag: Dorling Kindersely; Jänner 2010)

„Das Mami Buch: Schwangerschaft, Geburt und die zehn Monate danach“ von Katja Kesller (Verlag: Coppenrath; 2008)

„1000 Fragen an die Hebamme“ von Birgit Laue, (Verlag: GU - Graefe und Unzer; September 2008)

 

Weiterführende Links:

eumom: Informationen rund um Schwangerschaft, Geburt & Ihr Baby
Mutter zu werden kann die wunderbarste und erschreckendste Sache zugleich sein - besonders wenn man zum ersten Mal schwanger ist. Die Website von eumom (eine Initiative des Berufsverbands der Frauenärzte e.V. sowie des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte e.V.) ist dazu gedacht, werdende Mütter mit relevanten, gut recherchierten Informationen zu allen Fragen durch die Schwangerschaft und die Zeit als junge Eltern zu begleiten.
http://www.eumom.at

Babycenter
http://www.babycenter.at  

Familienplanung.de ist ein Informationsangebot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zu allen wichtigen Themen der Familienplanung. Das Onlineportal richtet sich an Frauen und Männer in unterschiedlichen Lebenssituationen. Je nach Interesse finden sie ihre Themen in vier verschiedenen Themenkanälen: "Schwangerschaft/ Geburt", "Kinderwunsch", "Verhütung" und "Beratung". Der fünfte Kanal "Schwanger unter 20" richtet sich speziell an Jugendliche und junge Erwachsene.
http://www.familienplanung.de

Artikel auf wellfit: „Schwanger: Was darf ich, was darf ich nicht?
http://wellfit.freundin.de/2010/10/schwanger-was-darf-ich-was-darf-ich-nicht.html

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 Nahrungsmittelunverträglichkeiten
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Das vertrag’ ich nicht!
Leben mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten


Oft ist die Haut rot, juckt oder bildet Bläschen, nicht selten sind die Atemwege betroffen und manchmal reagieren die Betroffen mit Herzrasen. Die Rede ist von Symptomen, die mit einer Nahrungsmittelunverträglichkeit einhergehen. Laut Dr. Simon Zünd, Facharzt für Innere Medizin, wird der Begriff aber grundsätzlich dann verwendet, „wenn ein Mensch über Beschwerden im Verdauungstrakt klagt, welche in zeitlichem und kausalem Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme stehen.“ Dabei haben aber auch psychosomatische Faktoren wie Völlegefühl, Druck oder allgemeines Unwohlsein beim Auftreten von Intoleranzerscheinungen eine große Bedeutung. „Die sorgfältige Erhebung der Krankengeschichte ist daher sehr wichtig“, betont Zünd.

Häufig bei Kindern.
Prinzipiell kann eine Nahrungsmittelunverträglichkeit in jedem Alter auftreten, sehr oft jedoch bei Kindern. Die Gründe dafür reichen von einem noch unreifen Magen-Darm-Trakt über das Nicht-Stillen bis hin zum angeborenen oder erworbenen Defekt bzw. Mangel von Enzymen, die für den Stoffwechsel unverzichtbar sind. „Immunreaktionen auf Kuhmilch, Hühnereiweiß, Getreide und Soja verschwinden oft bis zur Pubertät, vorausgesetzt die jeweiligen Nahrungsmittel werden gemieden. Nuss- und Fischallergien bleiben oft lebenslang bestehen“, so der Lustenauer Internist.

In verschiedensten Produkten.
Ein bis zwei Prozent der Europäer leiden unter einer Lebensmittelallergie, wobei Nüsse, Fische, Krusten- und Schalentiere, Kreuzallergene auf Obst und Gemüse und die Glutenunverträglichkeit im Vordergrund stehen. Circa 20 Prozent der Österreicher klagen über eine Lactoseintoleranz, was darauf zurückzuführen ist, dass das Milchzuckerspaltende Enzym Lactase mit zunehmendem Alter abnimmt. Auch die Unverträglichkeit auf Histamin, Sulfit und Glutamat tritt nicht selten auf. Histamin ist etwa in Rotwein, geräuchertem Fleisch, aber auch in vielen Fischprodukten, in gereiften Käsesorten oder Hefe und Bier enthalten. Sulfite werden als Konservierungsmittel bei Wein, Trockenobst und Kartoffelprodukten eingesetzt. Glutamat kommt oft in chinesischen Gerichten, daher spricht man bei einer Intoleranz auch vom China-Restaurant-Syndrom.

Meiden oder reduzieren.
Durch eine angepasste Ernährungsweise kann man mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten leben – Chance auf Heilung besteht leider so gut wie nie. Wichtig ist aber, ob es sich um eine Allergie handelt. Zünd dazu: „Allergien sind Reaktionen des Immunsystems und nicht abhängig von der konsumierten Menge. Daher muss man das Lebensmittel, das die Allergie auslöst, meistens ein Leben lang meiden. Außerdem können Antiallergika die Beschwerden lindern.“ Alle anderen Lebensmittelintoleranzen hängen hingegen stark von der Dosis ab. Das heißt: Man sollte die Menge der entsprechenden Nahrungsmittel reduzieren oder auf alternative Produkten zurückgreifen – etwa Gluten- oder Lactosefreie Nahrungsmittel und Speisen, die übrigens auch schon in einigen Restaurants auf der Menükarte stehen.


„Es ist wichtig, dass man das unverträgliche Nahrungsmittel kennt und auch dass man über deren Mechanismen bzw. Auswirkungen auf den eigenen Körper Bescheid weiß.“
Dr. Simon Zünd, FA für Innere Medizin 

 

Kontaktdaten:

Dr. Simon Zünd
Facharzt für Innere Medizin
Schillerstraße 12
6890 Lustenau
T: 05577 62444 0 

 

Buchtipps:

„Wegweiser Nahrungsmittel-Intoleranzen: Wie Sie Ihre Unverträglichkeiten erkennen und gut damit leben“ von Maximilian Ledochowski (Verlag: Trias; Februar 2009)

„Nahrungsmittel-Intoleranzen: Beschwerdefrei genießen“ von Doris Fritzsche (Verlag: GU – Gräfe & Unzer; März 2009)

„Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten: Genussvoll essen – unbeschwert leben“ von Doris Paas und Dr. med. Erich Krämer (Verlag: Compact; September 2008)

 

Weiterführende Links:

Das Portal für Nahrungsmittelintoleranz
http://www.nahrungsmittel-intoleranz.com

ISS Gesund – das Journal für gesunde Ernährung: Nahrungsmittelunverträglichkeiten & Intoleranzen
http://www.issgesund.at/gesundessen/ernaehrungstips/nahrungsmittelunvertraeglichkeit.html

Mini Med Studium: Der versteckte Angriff - Allergie und Intoleranz von Lebensmitteln
http://minimed.at/index.php?action=9&modul=8&kat=62&thema=190 

 

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 Potenzstörungen
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Potenzstörungen
Ein Thema, worüber man sprechen sollte


Es ist immer noch ein absolutes Tabuthema: „Mann“ spricht nicht über Potenzstörungen, nichtsdestotrotz treten sie wohl öfter auf, als man denkt. „Wir kennen drei Formen: den vorzeitigen Samenerguss, den Libidoverlust – das heißt, wenn die Lust schwindet – und die erektile Dysfunktion. Diese liegt vor, wenn die Erektion nicht aufrechterhalten werden kann bzw. der Penis nicht steif wird“, erklärt Dr. Patrick Rein, Facharzt für Urologie. Leider schleppen Männer ihre Beschwerden mitunter jahrelang mit sich herum, bevor sie Hilfe beim Facharzt suchen.

Wie lebt Mann?
Um herauszufinden, um welche Art der Potenzstörung es sich handelt, wird eine klinische Untersuchung von Penis und Hoden durchgeführt, Blut abgenommen, ein Ultraschall gemacht und ein Fragebogen ausgefüllt. Das Um und Auf ist jedoch ein ausführliches Erstgespräch. „Ich muss wissen, wie der Patient lebt, denn Potenzstörungen hängen oft mit einem ungesunden Lebensstil zusammen“, sagt Rein. Erhöhte Blutfette, Übergewicht oder Diabetes können etwa eine erektile Dysfunktion hervorrufen, aber auch Operationen oder Medikamente. Die Ursachen für den vorzeitigen Samenerguss liegen oft im psychischen Bereich. Auch der Libidoverlust kann psychisch bedingt sein, ist aber nicht selten auf einen Hormonmangel zurückzuführen.

Verschiedenste Therapien.
Die Behandlung hängt von Art der Potenzstörung, aber auch von der Ursache ab. Wird der Libidoverlust beispielsweise durch das sogenannte Testosteron-Mangel-Syndrom verursacht, erhält der Patient eine Hormonersatztherapie. „Allerdings muss man dies gut mit dem Patienten absprechen, denn dadurch kann sich unter Umständen die Prostata vergrößern“, so der Dornbirner Urologe. Beim vorzeitigen Samenerguss helfen Verhaltensmaßnahmen, Salben, die, auf die Eichel aufgetragen, eine betäubende Wirkung haben, oder Priligy. Rein: „Studien haben bewiesen, dass dieses Medikament, das mit Antidepressiva verwandt ist, gut wirkt.“
Erektile Dysfunktionen werden meist medikamentös behandelt. Allerdings dürfen Viagra und Co. nicht mit Alkohol oder fetten Speisen kombiniert werden. Außerdem, so Dr. Rein, „handelt es sich nicht um Wundermittel, die man einnimmt und schon funktioniert es. Das Umfeld muss passen, man muss in Stimmung sein.“ Sollten die Medikamente nicht wirken, kann Mann auch mittels Spritze, Vakuumpumpe oder schlimmstenfalls durch eine Penisprothese zur Erektion gelangen.

Was, wenn...
...Potenzstörungen nicht behandelt werden? Dann werden sie nicht nur schlimmer, wirken sich nicht nur auf die Psyche belastend aus, sondern können auch weitreichende Folgen haben. Nur zwei Beispiele: Testosteronmangel kann möglicherweise zu Osteoporose führen. Hinter einer erektilen Dysfunktion steckt manchmal eine Herzkreislauferkrankung. „Potenzstörungen haben zum Teil große Signalwirkung und gehören schon alleine deshalb untersucht und behandelt“, betont Patrick Rein.

„Werden Potenzstörungen behandelt, können sie sich bessern. Ohne medikamentöse Therapie schaut es aber schlecht aus. Umso wichtiger ist es, durch einen gesunden Lebensstil vorzubeugen.“
Dr. Patrick Rein, FA für Urologie

 

Kontaktdaten:

Dr. Patrick Rein, FEBU
Facharzt für Urologie
Am Kehlerpark 2, 2. Stock
6850 Dornbirn
T: 05572 398099 - 20
E:
ordination@urologie-rein.at
H: www.urologie-rein.at

Praxis am Kehlerpark
...vereint mehrere medizinische Fachrichtungen unter einem Dach. Neben Dr. Patrick Rein als Facharzt für Urologie ordinieren zwei Internisten, ein Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie zwei Physiotherapeutinnen.

Am Kehlerpark 2, 2. Stock
6850 Dornbirn
T: 05572 398066
H:
www.praxis-am-kehlerpark.at

 

Buchtipps:

„Potenz aus Natur und Apotheke: Ein Buch für Männer und alle, die Männer lieben“ von Dr. Werner Esser (Verlag: Books on Deman; 2002)

„Men's Health: VigorRobic - Potenter durch gezieltes Fitnesstraining - Übungen und Trainingsprogramme zum Erhalt und zur Steigerung der männlichen Sexualität“ von Frank Sommer (Verlag: Meyer & Meyer; November 2008)

 

Weiterführende Links:

netdoktor.at Health Center: Mann & Potenz
http://www.netdoktor.at/health_center/ed

MensHealth: Potenzprobleme deutscher Männer
http://www.menshealth.de/potenzprobleme-deutscher-maenner.75040.htm

Hilfe für dein Potenzproblem: Ratschläge und Tipps gegen Potenzprobleme
http://www.potenzproblem.org

Mini Med Studium: Sexualität als Grundlage für Gesundheit und Wohlbefinden
Vortrag von Prim. Univ.-Prof. Dr. Walter Stackl, Prim. Univ.-Prof. Dr. Franz Weidinger und Priv.-Doz Dr. Harald Stingl
http://minimed.at/index.php?action=9&modul=8&kat=67&thema=497

Vortrag zum selben Thema von Dr. Hubert Volgger und OÄ Dr. Alexandra Ciresa-König
http://minimed.at/index.php?action=9&modul=8&kat=67&thema=512

 

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 Gestresste Eltern
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Gestresste Eltern...
...Kranke Kinder

Laut einer 2008 von der Universität Rochester, New York, durchgeführten Studie leidet der Nachwuchs von gestressten Eltern signifikant häufiger unter Krankheiten als andere Kinder. Auch hierzulande ist diese Tatsache nicht unbekannt. Laut dem Bregenzer Kinder- und Jugendpsychiater Dr. Hans-Peter Oswald, sind Kinder Symptomträger. „Wenn Kinder ihre Eltern als gereizt, überfordert, unachtsam, oberflächlich, ausnutzbar, unerreichbar usw. erleben, reagieren sie eventuell mit Auffälligkeiten.

Modewort: Stress.
Es gibt positiven, aber eben auch negativen Stress – in der Fachsprache unterscheidet man zwischen Eustress und Distress, wobei lediglich letzterer negative Auswirkungen auf die eigene, aber eben auch auf die Gesundheit der Kinder haben kann. Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich beim Distress um eine nicht zu bewältigende Anstrengung. Dr. Oswald: „Sobald einem die Fähigkeit, Zeit, Kraft, was auch immer fehlt, verursacht eine Beanspruchung Distress.“ Der Nachwuchs reagiert darauf sehr unterschiedlich: mit psychosomatischen Beschwerden – etwa Bauchweh oder Kopfweh –, aber auch mit diversen Verhaltensauffälligkeiten, wie Nägel knabbern, zu viel oder zu wenig essen, Bettnässen, übermäßiges Fernsehschauen oder Computer spielen. „Die einen ziehen sich komplett zurück. Die anderen wenden sich stark nach außen, wodurch insbesondere bei Jugendlichen die Gefahr besteht, in problematische Gruppen und Kreise zu geraten“, warnt der Experte.

Woher kommt der Stress?
Ob ein Kind wirklich mit Auffälligkeiten auf den Distress der Eltern reagiert, hängt allerdings von vielen Faktoren ab: Manche Kinder sind belastbarer, andere nicht. Manchmal hat nur ein Elternteil Sorgen und Probleme, während das andere wie ein ausgleichender Pol auf das Kind wirkt. Oft können auch die Großeltern eine beruhigende Wirkung auf die Kinder haben. Überdies gilt zu klären, was den negativen Stress verursacht, betont Dr. Oswald: „Handelt es sich um eine Phase oder sind die Eltern ständig im Distress? Beispielsweise ist man häufiger angespannt, wenn man gerade ein Haus baut. Auch der Job ist oft ein Distress-Faktor oder eine Scheidung.“

Beratung für die ganze Familie.
Schlussendlich gehen nicht nur die Kinder zu Dr. Oswald in Therapie, Beratungsgespräche mit den Eltern gehören genauso dazu. Manche der kleinen Patienten müssen aber auch mit Medikamenten behandelt werden, etwa wenn ein Kind oder ein Jugendlicher unter Depressionen leidet. „Prinzipiell gilt allerdings, dass eine Therapie mit Pharmaka immer nur ein Teil eines gesamten Behandlungsplanes ist“, erklärt Dr. Oswald. Entscheidend ist, dass sich die gesamte Familie mit der Problematik auseinandersetzt und etwas daran ändert. Nur dann können Kinder und auch Eltern ein größtenteils unbeschwertes (Familien-)Leben führen.


„Kinder spiegeln die Probleme und Sorgen der Eltern wider. Daher werden auch die Eltern stark in die Behandlung einbezogen. Wir Kinderpsychiater stehen dazu: Wir geben Rat.“
Dr. Hans-Peter Oswald, FA für Kinder- und Jugendpsychiatrie 

 

Kontaktdaten:

Dr. Hans-Peter Oswald
Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie
Schoeller 2welten / Süd
Mariahilfstraße 29
6900 Bregenz
T: 05574 64352
E: dr.hp.oswald@aon.at

 

Buchtipps:

„Gestresste Eltern... starke Kinder: Wie gute Erziehung trotz Krisen und Überlastung gelingt“ von Frank Maibaum (Verlag: Steinkopf; April 2004)

„Starke Kinder brauchen starke Eltern: Der Elternkurs des Deutschen Kinderschutzbundes“ von Paula Honkanen-Schoberth (Verlag: Urania; 2010)

„Regeln finden ohne Tränen. Erziehungstipps für gestresste Eltern“ von Helga Gürtler (Verlag: Urania; 1999)

 

Weiterführende Links:

Artikel über die Studie der Universität Rochester:
http://www.focus.de/schule/gesundheit/medizin/gesundheit_aid_265738.html

Thema „Stress“ auf Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Stressor

 

 

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kontakt
Günter Schelling
edv@aekvbg.or.at

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 Fußpilz
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Fuß mit Pilz
Nicht nur lästig, sondern gefährlich

Selbst im Sommer verstecken manche ihre Füße in geschlossenen Schuhen. Zu sehr schämt man sich, die weißliche Haut, die schuppenden Stellen oder die braunen Zehennägel öffentlich zur Schau zu stellen. Dabei kann ein unbehandelter Fußpilz weitreichende Folgen haben – insbesondere jener zwischen den Zehen, erklärt Univ. Doz. Dr. Robert Strohal, Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten sowie Leiter der Dermatologie am Landeskrankenhaus Feldkirch: „Als Folge kann sich der Rotlauf, auch Wundrose genannt, entwickeln. Dabei handelt es sich um eine bakterielle Infektion – eine gefährliche Infektion, die im Krankenhaus behandelt werden muss. Patienten müssen mit einem Krankenhausaufenthalt von bis zu zehn Tagen rechnen.“

Unterschiedlichste Anzeichen.
Fußpilz ist die am häufigsten vorkommende Infektionskrankheit der Haut. Er kann, muss aber nicht jucken. In den Zehenzwischenräumen zeigt sich Fußpilz durch weißlich, wie verkocht wirkende Haut mit offenen Stellen. Beim Nagelpilz werden die Nägel braun, verdicken und können nicht mehr wachsen. Aber auch starke Hornhautbildung mit weißer Schuppung an den Fußsohlen können Anzeichen für Fußpilz sein. Laut Primar Strohal ist dies auch eines der größten Probleme, wenn es darum geht, dass Patienten selbst erkennen, ob sie an einem Fußpilz leiden oder nicht. Strohal rät daher: „Im Zweifelsfall sollte man immer einen Arzt aufsuchen. Das muss nicht einmal unbedingt ein Hautarzt sein. Fußpilz kann auch von einem praktischen Arzt diagnostiziert und behandelt werden.“

Cremen, Nagellack und Medikamente.
Patienten sollten ihre Füße zwei Monate lang mit der vom Arzt verschriebenen Creme einschmieren und zwar zwei Mal täglich. Zur Behandlung von Fußpilz gibt es aber auch Medikamente zum Einnehmen und für Nagelpilz, der nur medikamentös behandelt werden kann, stehen überdies spezielle, wirkstoffhaltige Nagellacke, die tief in den Nagel einziehen, zur Verfügung.

Damit es gar nicht erst so weit kommt.
Da wirklich jeder Fußpilz bekommen kann, gilt es, die Füße täglich gründlich zu waschen. „Vor allem sollte man dabei die Zehenzwischenräumen nicht vergessen und zwar beim Waschen selbst, insbesondere aber auch beim Abtrocknen“, betont Dr. Strohal. Weiters: Jeden Tag die Socken wechseln, nur in Ausnahmefällen Gummistiefel tragen und auf enges Schuhwerk verzichten, denn: Langes Tragen von engen und geschlossenen Schuhen oder auch starkes Fußschwitzen fördert das Entstehen des Fußpilzes. Die eigene Familie zählt übrigens zu den häufigsten Ansteckungsquellen. In den eigenen vier Wänden teilt man sich Bad und Dusche und läuft auch gerne barfuß. Hat ein Familienmitglied Fußpilz, so verteilt derjenige die Pilzsporen bei jedem Schritt und Tritt.   
 

„Fußpilz wird äußerlich übertragen und entsteht überall dort, wo der Fuß mit den Pilzsporen, wo auch immer diese liegen, in Kontakt kommt. Die Ansteckungsmöglichkeiten sind also sehr vielfältig.
Prim. Dr. Robert Strohal, FA für Haut- und Geschlechtskrankheiten 

 

Kontaktdaten:

Primar Doz. Dr. Robert Strohal
Leiter der Abteilung Dermatologie und Venerologie
am Landeskrankenhaus Feldkirch
Carinagasse 47
6800 Feldkirch
T: 0 5522 303-1200
E: dermatologie@lkhf.at
H: http://www.lkhf.at/feldkirch/dermatologie  

 

Buchtipps:

„Gesunde Füße: Schritt für Schritt zum Wohlbefinden“ von Gilbert Klüppel und Ulrich Kuhnt (Verlag: Compact; April 2008)

„Fuß-Diagnostik: Füße als Spiegel der Seele“ von Ann Gadd (Verlag: Schirner; Februar 2008)

  

Weiterführende Links:

Ratgeber Fußpilz: Informationen über Hautpilzerkrankungen
http://www.fusspilz.net

Bayer Health Care: Fußpilz fasst Fuß
http://www.consumercare.bayer.at/canesten_fusspilz.html

 

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 Blutspenden
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Saft des Lebens
Bluten spenden – Leben retten

Blut ist für das Funktionieren eines Gesundheitssystems unentbehrlich. Das lebensrettende Medikament wird sowohl bei Unfällen oder Notoperationen eingesetzt, als auch bei geplanten operativen Eingriffen sowie bei einer Vielzahl anderer Erkrankungen. „Pro Woche werden in Vorarlberg circa 250 bis 300 Blutkonserven benötigt. Im Jahr sind es rund 15.000 Stück“, erklärt Primar Dr. Peter Fraunberger, Leiter des Medizinischen Zentrallabors am Landeskrankenhaus Feldkirch.

42 Tage.
Nicht nur rund um den 14. Juni, dem Weltblutspendetag, sondern das ganze Jahr über wird der „rote Lebenssaft“ gespendet. In Vorarlberg werden beispielsweise regelmäßig zwei bis drei Blutspendeaktionen pro Woche vom Blutspendedienst des Vorarlberger Roten Kreuzes durchgeführt. Auf der Homepage des Blutspendedienstes (www.blut.at) oder unter der kostenlosen Servicenummer 0800 190 190 erfährt man sämtliche Termine sowie viele weitere wichtige Informationen. „Da die roten Blutkörperchen nur 42 Tage überleben, ist eine konstante Abnahme von Blutkonserven erforderlich. Die Konserven können also nicht im Voraus gesammelt und dann bis zu ihrer Verwendung im Kühlfach aufbewahrt werden“, erklärt Primar Fraunberger die Hintergründe für die zahlreichen Blutspendeaktionen.

42 Fragen.
Nicht jeder kann Blut spenden. Selbstverständlich kommen nur gesunde Menschen in Frage, denn schon die kleinsten Krankheitskeime können für den Empfänger gefährlich sein. Abgesehen davon muss man über 18 bzw. dürfen Erstspender nicht älter als 60 Jahre alt sein. Auch das Körpergewicht spielt eine Rolle: Blutspender müssen mindestens 50 Kilogramm auf die Waage bringen. Auf www.blut.at findet man weitere Spendekriterien. Vor Beginn des Blutspendens gilt es, 42 Fragen rund um die Gesundheit zu beantworten. Ein Arzt stellt daraufhin die Spendetauglichkeit fest. Die Blutspende, bei der 450 ml Blut abgenommen wird, dauert in etwa zehn Minuten. Danach ist eine Ruhezeit von circa 30 Minuten vorgesehen. Selten kommt es zu Schwindelgefühl, Müdigkeit, Blässe oder zur Bildung eines Blutergusses um die Einstichstelle. „In jedem Fall ist medizinisches Personal für die Nachbetreuung sofort verfügbar“, betont Fraunberger. Gut sechs Wochen nach der Erstspende erhält man einen Blutspendeausweis. Diesen sollte man stets bei sich tragen, denn darin sind Blutgruppe und Rhesusfaktor vermerkt. Blutspenden kann also im Notfall auch für den Spender selbst lebensrettend sein.

Übrigens:
Der Weltblutspendetag wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufen. Dadurch soll die Wichtigkeit des Blutspendens unterstrichen werden, so Peter Fraunberger: „Der 14. Juni soll aufmerksam machen, dass weltweit über 80 Prozent der Menschen keinen Zugang zu sicheren Blutspenden haben.“ Laut WHO verfügen nur 40 Länder über ein freiwilliges Blutspendesystem.

„Blut ist das Notfallmedikament schlechthin. Blutspenden ist eine einfache und effiziente Art, seinen Mitmenschen zu helfen.“
Dr. Peter Fraunberger, Leiter des Blutspendedienstes und des Medizinischen Zentrallabors

 

Kontaktdaten:

Prim. Univ.-Doz. Dr. Peter Fraunberger
Leiter des Medizinischen Zentrallabors (MZL)
Leiter des Blutspendedienstes des ÖRK Vorarlberg

Medizinisches Zentrallabor
Carinagasse 41
6800 Feldkirch
T: 0 5522 3480-0
E: info@mzl.at
H: http://www.mzl.at

Rotes Kreuz Vorarlberg
Blutspendedienst
H: http://www.v.roteskreuz.at/21.html
Kostenlose Servicenummer für Fragen zur Blutspende: 0800 190 190


Weiterführende Links:

Homepage des Blutspendedienstes des Roten Kreuzes: Hier findet man Blutspendetermine plus Infos rund um das Thema Blutspenden. http://www.blut.at

Wann darf ich wieder Blut spenden?
http://www.info-media.at/blutrechner/

 

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weiterführende links
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 Solarium