NETZWERK

Es ist soweit: Aus einer zunächst losen Gesprächsrunde ist mittlerweile ein verbindliches Konstrukt geworden. „Salus – Netzwerk Vorarlberger Gesundheitsberufe“ ist von den Behörden als Verein zugelassen worden und nimmt nun seine Tätigkeit auf – und die Ärztekammer für Vorarlberg steckt mitten drin.

Wer sich da zusammengeschlossen hat, ist schnell erklärt: Alle Gesundheitsberufe, die eine Berufsvertretung in Vorarlberg haben sowie freiberuflich und eigenverantwortlich tätig sein können, sind im neuen Netzwerk vertreten oder können bei „Salus” Mitglied werden. Der neue Verein versteht sich als Plattform zur Vernetzung der Gesundheitsberufe in Vorarlberg mit dem Ziel, den Austausch und die Zusammenarbeit der Berufsgruppen untereinander zu verbessern. Aktuell hat „Salus” bereits zehn Berufsgruppen als Mitglieder, das sind mehr als 4.000 Menschen, die sich täglich rund um die Uhr um das Wohlergehen der Vorarlberger Bevölkerung bemühen. Mitglieder sind neben der Ärztekammer auch die Apothekerkammer und die Landes- beziehungsweise Bundesverbände für Ergotherapie, Logopädie, Orthoptik, Pflege, Physiotherapie, Psychologie, Psychotherapie sowie Soziale Arbeit.  

Damit hat das Vorarlberger Gesundheitswesen eine weitere starke Stimme. Trotz unterschiedlicher Ausrichtungen der Berufsgruppen haben sie alle ein gemeinsames Anliegen: eine bestmögliche und bedarfsorientierte Versorgung der Menschen im Land und bestmögliche Rahmenbedingungen für jene Fachkräfte, die diese Leistungen erbringen. Diese neue starke Stimme können weder Politik, noch Sozialversicherungsträger, noch Wirtschaft überhören. Ein erstes starkes Lebenszeichen gibt Salus auf der Dornbirner Frühjahrsmesse Schau!, dort wird der neue Verein mit seinen Mitgliedern gemeinsam nicht nur einen Stand betreiben, sondern auch Podiumsdiskussionen, Vorträge und Workshops bestreiten.

Wie es überhaupt dazu kam? 2017 knüpfte die Ärztekammer für Vorarlberg bereits ein erstes Netz zwischen verschiedenen Gesundheitsberufen und -organisationen in Vorarlberg. Ziel war es damals schon, gemeinsam Ideen zu gesundheitsrelevanten und gesundheitspolitischen Themen zu entwickeln. Außerdem sollte das Netzwerk als Stimme der Gesundheitsberufe genutzt werden, um zur Gesundheitsbildung, -förderung und -erhaltung beizutragen. Während der Pandemie war das Netzwerk aus nachvollziehbaren Gründen nur wenig aktiv. Das hat sich ab 2024 wieder geändert und das Netzwerk hat sich vor kurzem zu einem Verein zusammengeschlossen.

„Salus”, so der Name des Netzwerks, war in der römischen Mythologie die Personifikation des Wohlergehens, die Heilgöttin Dea salus – daher der Name. Gerade in der heutigen Zeit hoffen viele im Gesundheitssystem tätige Menschen auf einen göttlichen Funken, der die Gesundheitspolitik endlich erleuchtet. Hoffen wir, dass dieser nun kommt.